Fort- und Weiterbildungen im Lebenslauf angeben: So wirds gemacht

In der heutigen Arbeitswelt gelten die sogenannten Fort- respektive Weiterbildungen als eine Art bildungstechnischer Meilenstein. Aber wie führt man diese Qualifikationen denn eigentlich am besten im Lebenslauf auf und was sollte man dabei beachten?

14.02.2020 Bundesweit Pressemeldung Lebenslauf.de GmbH
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„Im Leben lernt man niemals aus“: Diesen Spruch wird höchstwahrscheinlich jeder schon mindestens einmal gehört haben – und auch wenn er mittlerweile schon leicht abgegriffen wirkt, so könnte er vor allem in Bezug auf die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt kaum passender und beschreibender sein. Denn wer heutzutage auf der Suche nach einem neuen Job ist, muss bekanntlich nicht nur Bestnoten und gleichzeitig viele Jahre Berufserfahrung vorweisen können, sondern dem Personaler im Optimalfall schon durch die Bewerbung zeigen, dass man ein hohes Maß an Lernbereitschaft und berufliche Neugier besitzt. Und wie funktioniert das am besten? Genau, durch Fort- beziehungsweise Weiterbildungen. Allerdings stellt sich die Frage, wie man diese Qualifikationen denn wohl am besten in die Vita integrieren kann, um auch tatsächlich einen bleibenden und vor allem positiven Eindruck zu hinterlassen? Welche Seminare und Kurse sollten auf jeden Fall erwähnt werden? Und worin besteht überhaupt der Unterschied zwischen Fort- und Weiterbildungen?

Gut zu wissen: Worin besteht der Unterschied zwischen Fort- und Weiterbildungen?
Das mit Abstand wichtigste Dokument in einer rundum gelungenen Bewerbung stellt bekanntlich der Lebenslauf dar – denn hier findet der Personalchef alle wichtigen Informationen gebündelt auf maximal zwei DIN A4-Seiten. Der Hauptfokus des Recruiters liegt dabei zum einen auf dem beruflichen Werdegang und zum anderen auf dem Bildungsgrad des Bewerbers. Hierbei zählen allerdings nicht etwa nur die Schulbildung und der erreichte Studienabschluss, sondern ebenso auch die abgeschlossenen Fort- und Weiterbildungen. Und das gilt vor allem in Branchen, in denen man stets up to date sein muss (wie zum Beispiel im Bereich Online-Marketing oder als Grafikdesigner). Doch bevor man eine solche Fortbildung im Lebenslauf angibt, sollte man sich auch sicher sein, dass es tatsächlich eine Fort- und eben keine Weiterbildung ist. Aber worin liegt denn eigentlich der Unterschied?

Was ist eine Weiterbildung? 
Die Weiterbildung dient hauptsächlich dem Erwerb neuer Fähigkeiten, die häufig komplett unabhängig von dem bisherigen Job beziehungsweise Aufgabenbereich sind. Ein passendes Beispiel sind Umschulungen, bei denen der Teilnehmer in neuen Bereichen geschult wird und auf diesem Wege branchenübergreifendes respektive –unabhängiges Wissen erlangen kann.

Was ist eine Fortbildung?
Eine Fortbildung baut in der Regel auf dem bereits bestehenden Wissen auf, welches zum Beispiel in dem aktuellen Beruf oder in dem kürzlich abgeschlossenen Studium gesammelt wurde. Fortbildungsmaßnahmen werden meistens für den beruflichen Aufstieg genutzt und um sich einen Vorteil gegenüber den Mitbewerbern zu verschaffen. Dabei unterscheidet man häufig zwischen den folgenden vier Fortbildungsarten:

  1.  Die Aufstiegsfortbildung: Wie der Begriff bereits vermuten lässt, handelt es sich hierbei um eine Fortbildung, die speziell auf einen beruflichen Aufstieg beziehungsweise auf eine Beförderung abzielt.
  2.  Die Erhaltungsfortbildung: Bei dieser Fortbildung soll das bereits vorhandene (Fach-)Wissen aufgefrischt werden, beispielsweise um die neuen Funktionen eines bekannten Computerprogramms zu erlernen.
  3. Die Erweiterungsfortbildung: Hier wird vor allem die bestehende fachliche Kompetenz ausgebaut, indem der Teilnehmer in neu hinzugekommenen Bereichen geschult wird. Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Wer im Marketing-Bereich arbeitet, kann eine Erweiterungsfortbildung im Online-Marketing durchführen, um das vorhandene Wissen auszubauen.
  4. Die Anpassungsfortbildung: Ähnlich wie bei der Erhaltungsfortbildung geht es hier insbesondere um das bereits vorhandene Wissen, das durch diese spezielle Form der Fortbildung an neue und aktuelle Gegebenheiten angepasst werden kann.

Wo und wie können Fort-  und Weiterbildungen am besten im Lebenslauf angegeben werden?  
Vorab sei gesagt, dass nahezu alle erfolgreich absolvierten Lehrgänge, Fortbildungen, Seminare und Co. den eigenen Lebenslauf aufwerten können – allerdings auch nur dann, wenn diese zumindest im weitesten Sinne zu der angestrebten Position passen. Das bedeutet: Wer sich zum Beispiel als Marketing Manager bewirbt, sollte im Optimalfall dementsprechend auch eine Weiterbildung im Bereich Online-Marketing absolviert haben. Gegebenenfalls passt aber auch eine Weiterbildung zum Grafikdesigner, um beispielsweise Werbe- und Marketingkampagnen eigenhändig ansprechend gestalten zu können. Branchenfremde Fortbildungen sollten hingegen nicht aufgeführt werden, da sie faktisch keinen Mehrwert für den Personaler bieten. Einzige Ausnahme: Berufsanfänger. Denn wer grade erst mit seiner beruflichen Karriere beginnt, kann dem Recruiter auch mit eher unpassenden Fortbildungen zeigen, dass man stets motiviert und immer dazu bereit ist, Neues zu lernen.

Damit der Personalchef die absolvierten Lehrgänge auch auf den ersten Blick erkennen kann, sollten laut den Karriere-Experten des Online-Magazins Spiegel sämtliche Fort- und Weiterbildungen in einem gesonderten Abschnitt im Lebenslauf aufgeführt werden. Wichtig: Für die bessere Übersicht empfiehlt es sich, die Fortbildungen anti-chronologisch darzustellen, sprich: Der aktuellste Lehrgang steht immer ganz oben. Darüber hinaus sollte aus der Auflistung klar hervorgehen, um welchen Kurs es sich konkret handelt, wo und von wann bis wann dieser stattgefunden hat und um welche Art der Fortbildungsmaßnahme es sich dabei handelt. Und bevor wir anhand des nun folgenden Beispiels zeigen, wie das Ganze im Lebenslauf aussehen könnte, noch ein abschließender Tipp: Es ist dringend anzuraten, komplett auf Unwahrheiten zu verzichten. Denn wer Fortbildungen angibt, die tatsächlich nie stattgefunden haben, riskiert damit nicht nur seinen Ruf, sondern im schlimmsten Fall sogar noch nach Jahren eine firstlose Kündigung. 

Fort- und Weiterbildungen       

Monat/Jahr – Monat/Jahr 

Seminar „Online-Marketing: Erfolg im Internet“
Ort: Fachhochschule Dortmund (NRW) 
Umfang: insg. 60 Stunden (10 Wochen mit jeweils 6 Stunden)
Inhalte: Grundlagen des Online-Marketings,
Gestaltung von Kampagnen und Verkaufsrhetorik

Monat/Jahr

Intensivkurs „Verkaufen will gelernt sein“
Ort: Fortbildungsinstitut Mustermann (Hameln, Niedersachsen)
Umfang: Wochenendkurs (Zwei Tage á 10 Stunden)
Inhalte: Grundlagen des Vertriebs und Sprachschulung 

 

Ansprechpartner

Lebenslauf.de GmbH
Tim Engelke
Deisterstraße 20
31785 Hameln
Telefon: +49 0 5151 98 18 327
E-Mail: mail@lebenslauf.de
Web: www.lebenslauf.de


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