"Gemeinsam lernen – gemeinsam besser werden"

Im Beisein des Berliner Jugendsenators Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner und des brandenburgischen Jugendministers Holger Rupprecht ist heute das gemeinsame Sozialpädagogische Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB) mit einem Festakt offiziell eröffnet worden. Das länderübergreifende SFBB hat bereits am 1. Januar 2007 seine Tätigkeit aufgenommen.

22.02.2007 Berlin, Brandenburg Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Das Institut treibt das Zusammenwachsen der Bildungsregion Berlin-Brandenburg weiter voran und intensiviert die seit längerem währende enge Zusammenarbeit der beiden Länder in den verschiedenen Feldern der Kinder- und Jugendhilfe: Nunmehr arbeiten Berlin und Brandenburg auch in der Fortbildung von ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen zusammen.

Das neue SFBB übernimmt dabei folgende Aufgaben für beide Länder, die bisher jedes Land für sich durch sein jeweiliges Landesinstitut wahrgenommen hat:

  • Die gemeinsame Fachentwicklung in den Arbeitsfeldern Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit, Kindertagesbetreuung und Tagespflege, Familienförderung, soziale Dienste der Jugendämter und Hilfe zur Erziehung.
  • Die überörtliche Fortbildung.
  • Die Fortbildung in der Kinder- und Jugendhilfe des Landes Berlin in seiner Funktion als Träger von Einrichtungen und als örtlicher Träger der öffentlichen Jugendhilfe.

Das Angebot des SFBB richtet sich an die sozialpädagogischen Fachkräfte aus allen Feldern der Jugendhilfe öffentlicher und freier Träger (insbesondere an Erzieherinnen und Erzieher sowie an Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter) und beinhaltet Vorträge, Info-Börsen, ein- oder mehrtägige Seminare, zertifizierte Langzeitlehrgänge, Fortbildungsreihen sowie Beratung und Supervision. Die Fachbereiche gliedern sich in die Bereiche "Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit", "Kindertagesstätten und Tagespflege", "Hilfen zur Erziehung/Familienunterstützende Hilfen" sowie in einen fachübergreifenden Bereich auf.

Der Staatsvertrag über das SFBB sieht insgesamt 40 Personalstellen vor (davon 17 für Dozenten), welche plangemäß besetzt wurden. Das Institut wird von Anne Lersch geleitet, die die bisherige Leiterin der Berliner Einrichtung war. Stellvertreterin ist Carola Wildt, bisherige kommissarische Leiterin der Brandenburger Einrichtung. Das Gros der Fortbildungsveranstaltungen wird im Jagdschloss Glienicke und im Haus Levetzowstraße 1-2 durchgeführt.

Auch in der Bildungspolitik ist die Zusammenarbeit der Länder ebenfalls weit fortgeschritten: Für die Hauptfächer sind gemeinsame Kurrikula für die Grundschulen, Sekundarstufen I und II erarbeitet worden. Für das Zentralabitur in diesem zweiten Schulhalbjahr gibt es gemeinsame Termine. Im Januar 2006 hat neben dem fusionierten SFBB auch das gemeinsame Institut für Schulqualität seine Arbeit aufgenommen. Das ebenfalls Anfang des Jahres gestartete gemeinsame Landesinstitut für Schule und Medien (LISUM) wird am 1. März feierlich eröffnet.

Jugendsenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner: "Angesichts der enormen gesellschaftlichen und jugendpolitischen Herausforderungen unserer Zeit haben beide Länder ein großes Interesse an Abstimmung, Bündelung von Erfahrungen und Erhöhung der Wirksamkeit von Kinder- und Jugendhilfe durch bessere Nutzung von Ressourcen. Das Fortbildungsinstitut muss Impulse zum fachlichen Austausch geben, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis transferieren, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf neue Aufgaben vorbereiten sowie sie in die Lage versetzen, auf Veränderungen in den Lebensbedingungen ihrer Zielgruppe zu reagieren. Eine wesentliche Aufgabe erfüllt das Fortbildungsinstitut darüber hinaus mit Angeboten, die der Verbesserung von Qualität in der Kinder- und Jugendhilfe dienen."

Jugendminister Holger Rupprecht: "Mit der Errichtung dieser gemeinsamen Fortbildungseinrichtung bekommen wir ein strategisch wichtiges Steuerungsinstrument in die Hand. Ich habe die Erwartung, dass es möglich wird, die Fachentwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe über die Ländergrenzen hinweg zu intensivieren und aufeinander zu beziehen. Die Vorteile einer gemeinsamen sozialpädagogischen Einrichtung liegen dabei auf der Hand: Materielle Ressourcen können gemeinsam genutzt werden, Entwicklungsprozesse durch den Transfer erprobter Konzepte beschleunigt werden."

Weitere Informationen gibt es unter www.sfjg.de und www.spfw.brandenburg.de.


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