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GEW: "Mindestlohn für die Weiterbildung muss kommen!"

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Bundesregierung aufgefordert, den Mindestlohn in der Weiterbildung für allgemeinverbindlich zu erklären.

03.12.2010 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

"Bleibt es bei der Ablehnung von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), wird es auch künftig für rund 25.000 Beschäftigte in diesem Segment der Weiterbildung keinen Mindestlohn geben. So bleibt die staatlich geförderte Weiterbildung ein Tummelplatz unseriöser Anbieter", sagte Ilse Schaad, für Tarifpolitik verantwortliches GEW-Vorstandsmitglied, mit Blick auf die Plenardebatte des Bundestages über den Mindestlohn in der Weiterbildung am Freitag. Sie warnte davor, dass die Qualität der Angebote sinken werde. "Gute Bildung braucht gute Rahmenbedingungen. Qualität hat ihren Preis", betonte die Tarifexpertin.

"Wir setzen uns für eine bessere Bezahlung der Beschäftigten in der Weiterbildung, die in der Regel einen Hochschulabschluss haben, ein. Prekäre Arbeitsverhältnisse nehmen wir nicht hin", sagte Stephanie Odenwald, für Weiterbildung verantwortliches GEW-Vorstandsmitglied. "Alle reden von lebenslangem Lernen, Integration und Inklusion: Dafür brauchen wir mehr gut qualifizierte, vernünftig bezahlte Fachkräfte, sonst bleibt es bei leeren Versprechungen und die sozialen Probleme wachsen."

Info: Für einen Mindestlohn in der Weiterbildung hat die GEW den "Weimarer Aufruf" gestartet. Innerhalb kürzester Zeit haben sich bereits über 4.000 Weiterbildnerinnen und Weiterbildner dem Aufruf angeschlossen. Alle Infos und die Unterschriftenlisten finden Sie auf der GEW-Website unter: www.gew.de/Weimarer_Aufruf.html


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