Immer mehr Berufsschüler schließen ihre Ausbildung in Hessen erfolgreich ab

In Hessen schließen immer mehr Berufsschülerinnen und Berufsschüler im dualen Bildungssystem die theoretischen Kammerabschlussprüfungen erfolgreich ab. Ausgehend von rund 18,5 Prozent im Jahr 2005 sank die Zahl der Auszubildenden, die ihre Gesellenprüfung im theoretischen Teil nicht bestanden, auf 11,4 Prozent im Jahr 2007.

24.01.2008 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

"Die Erfolge, die wir bereits im allgemeinbildenden Schulsystem bei der Verringerung des Anteils der Hauptschulabgänger ohne Schulabschluss erreicht haben, haben wir jetzt auch im berufsbildenden Schulsystem bei den Berufsschülern fortgesetzt. Die deutlich gesunkene Zahl von Jugendlichen, die ihre Ausbildung ohne Abschluss beendet haben, zeigt, dass eine gezielte individuelle Förderung die Auszubildenden stärkt und sie für den Arbeitsmarkt fit macht. Das Ziel der Landesregierung, möglichst viele junge Menschen mit einem guten Abschluss auf das spätere Berufsleben vorzubereiten und Fachkräftemangel zu verhindern, wird deshalb konsequent weiterverfolgt", kündigte Kultusministerin Karin Wolff an. Gezielte und auf die jeweilige Schulsituation abgestimmte Konzepte und Fördermaßnahmen sowie der Aufbau einer mit den Schulen abgestimmten Förderkultur sollen zu einer weiteren Verbesserung der Absolventenquote bei Berufsabschlussprüfungen führen.

Die Hessische Landesregierung hat sich mehrere strategische Ziele gesetzt, darunter bis 2010 den Anteil der Absolventen, die den theoretischen Teil der Berufsabschlussprüfung nicht bestehen, um ein Drittel zu reduzieren. Der aktuelle Rückgang der Durchfallquote bei den Berufsschülern wurde vor allem durch eine intensivere Abstimmung und Vernetzung zwischen Schule, Ausbildungsbetrieben und Elternhaus erreicht. Ebenso war die weitere Qualifizierung der Lehrkräfte im Hinblick auf Förderdiagnostik und -methodik ein wichtiger Baustein. So erstellen inzwischen die Lehrkräfte für jeden Jugendlichen zu Beginn seiner Ausbildung einen individuellen Förderplan. Zudem wurden im Rahmen von Modellversuchen umfangreiche Konzepte zur Verbesserung der Lese- und Rechenkompetenz in der Berufsschule entwickelt. Beispielhaft ist hier die Übertragung der Ergebnisse der Modellprojekte "VOLI" (Vocational Literacy) und "RTBS" (Rechentest Berufsschule), die zukünftig flächendeckend für alle hessischen Berufsschulen übernommen werden. Darauf aufbauend können in den Schuljahren 2008/09 und 2009/10 verstärkt individuell auf jede einzelne Berufsschülerin bzw. jeden einzelnen Berufsschüler abgestimmte Fördermaßnahmen eingeleitet werden.


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