Immobilienmakler werden - Tipps zu Gewerbeschein und Co

Wer als Immobilienmakler arbeiten möchte, der braucht einen Gewerbeschein. Welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen und wann Sie als Makler arbeiten dürfen, das erklären wir Ihnen im folgenden Artikel.

07.01.2022 Bundesweit Pressemeldung immowelt GmbH
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Zunächst ist es wichtig, dass Sie sich eine behördliche Erlaubnis einholen. Nur dann können Sie auch als selbstständiger Immobilienmakler arbeiten. Diese Erlaubnis müssen Sie beantragen, wenn Sie Grundstücke, Wohnräume, gewerbliche Räume oder Ähnliches vermitteln. Aber auch bei Darlehen und Bausparverträgen ist dies erforderlich. Genauso ist es, wenn Sie als Baubetreuer oder Bauträger arbeiten, für all diese Fälle müssen Sie eine Erlaubnis vorweisen können.

Voraussetzungen für die Gewerbeerlaubnis

Um die Gewerbeerlaubnis zu erhalten, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. So dürfen Sie weder vorbestraft sein, noch darf ein laufendes Konkurs- oder Vergleichsverfahren bestehen und im Schuldnerverzeichnis darf ebenfalls kein Eintrag vorhanden sein. Eine Berufserfahrung oder eine entsprechende Ausbildung sind für die Tätigkeit als Immobilienmakler dagegen nicht zwingend erforderlich, dafür jedoch in der Praxis sehr hilfreich.

Der Gesetzgeber appelliert daher, sich auf freiwilliger Basis und in eigenem Interesse aus- oder fortzubilden. Mit diesen Grundlagen können Sie Ihr Gewerbe als Immobilien Makler anmelden und in diesem Bereich arbeiten. Die Voraussetzungen sind also nicht wirklich streng, theoretisch kann unter jeder zu einem Immobilienmakler werden.

Welche Unterlagen braucht man?

Für die Zusammenstellung Ihrer Dokumente zur Beantragung des Gewerbescheins sollten Sie einige Zeit einplanen. Der Antrag ist nicht unbedingt von heute auf morgen erledigt. Wenn sogar eine eigene Firma gegründet werden soll, dann wird es noch komplexer. Zunächst benötigen Sie für den Antrag einen Personalausweis oder Reisepass, welcher die eigene Identität nachweist. Ebenso muss ein polizeiliches Führungszeugnis beantragt werden, dies ist online oder beim Einwohnermeldeamt möglich.

Die Kosten belaufen sich dabei auf rund 13 € und dafür werden rund ein bis zwei Wochen beansprucht. Genauso muss ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister beantragt werden, dies dient als Nachweis dafür, ob der Antragsteller gegen gewerberechtliche Vorschriften verstoßen hat. Die finanzielle Unbedenklichkeit wird durch eine Bescheinigung in Steuersachen bewiesen, diese kann bei der Stadtverwaltung oder im Finanzamt beantragt werden.

Ebenso benötigen Sie eine Negativbescheinigung des Insolvenzgerichts und müssen beweisen, dass kein Eintrag im Schuldnerverzeichnis vorliegt. Alle Dokumente benötigen einige Zeit, ehe sie beantragt wurden sowie ankommen und kosten zudem eine Gebühr zwischen 10 und 20 Euro.

Ausbildung nicht nötig, aber vorteilhaft

Wie bereits genannt, ist eine Ausbildung nicht vonnöten, aber dennoch vorteilhaft. Wie sich das notwendige Know-how angeeignet wird, bleibt jedoch jedem selbst überlassen. Die Bezeichnung des Immobilienmaklers ist nicht geschützt, der Beruf setzt also kein Studium oder eine Ausbildung voraus. Dennoch ist eine fundierte Ausbildung wichtig, so können Sie Studiengänge im Bereich Immobilienwirtschaft oder Betriebswirtschaft belegen oder einer Ausbildung als Immobilienfachwirt nachgehen.

Sie können jedoch auch bestimmte Lehrgänge besuchen, in denen ein Basiswissen vermittelt wird, was Ihnen später in der Praxis hilft. Darüber hinaus ist es empfehlenswert sich ständig weiterzubilden, da die Branche einer dauerhaften Entwicklung unterliegt.

Tätigkeitsmodelle für den Maklerberuf

Wenn Sie sich die Aufgabe eines Immobilienmaklers gewachsen fühlen und alle Formalitäten erfüllt sind, dann können Sie als Makler zwischen verschiedenen Tätigkeiten wählen. Die gängigsten dabei sind:

Angestellter Makler
Diese erhalten neben ihrer Provision ein festes Gehalt und sind finanziell daher abgesichert. Zudem müssen Sie keine Kundenakquise betreiben.

Selbstständiger Makler
Hierbei haben Sie die Wahl entweder komplett frei zu arbeiten oder als Franchisenehmer tätig zu sein. Dabei profitieren Sie vom Geschäftsmodell eines Immobilien-Netzwerks sowie der Bekanntheit des Namens.

Als selbstständiger Makler können Sie komplett frei auftreten, jedoch sollte ausreichend Eigenkapital vorhanden sein. Die anfänglichen Kosten belaufen sich in der Regel auf rund 10.000 Euro.

Fazit: Soziale Kompetenzen und Ausdauer sind entscheidend

Als Immobilienmakler sind auch die sogenannten Soft Skills wichtig. Vor allem, wenn Sie selbstständig auftreten, ist es wichtig lange am Ball zu bleiben. Zunächst müssen Sie sich einen festen Kundenstamm aufbauen und erste Erfahrung sammeln. Aber auch die sozialen Kompetenzen sind nicht zu vernachlässigen, schließlich haben Sie täglich mit Menschen zu tun und müssen auf individuelle Bedürfnisse eingehen. Ebenso ist ein hohes Engagement und der Wille sich stetig weiterzuentwickeln unverzichtbar.

Profitieren Sie vom interessanten und abwechslungsreichen Berufsfeld des Immobilienmaklers. Setzen Sie Ihren Berufswunsch um und beherzigen Sie die oben genannten Punkte, dann wird Ihre Arbeit zu einem echten Erfolg.

Ansprechpartner

immowelt GmbH
Web: https://www.immowelt.de/

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