In der Berufsschule: Lernen mit digitalen Medien
(red) - Schulabgänger sind geübt im Umgang mit dem Internet und mit Social Media Angeboten. Sie präsentieren sich bei Facebook, produzieren und konsumieren Videos bei Youtube oder kommunizieren über WhatsApp. Auch große Unternehmen arbeiten mit Social Media Tools, zum Beispiel, wenn sie in Intranets mit Wikis kollaborativ arbeiten. Doch wie sieht es in der Berufsschule aus?
14.10.2014 ArtikelZahlreiche Projekte haben sich in den vergangenen Jahren mit dem digitalen Lernen in der beruflichen Bildung beschäftigt. Bei diesen Projekten arbeiten häufig Hochschulen, Bildungsinstitutionen und Unternehmen zusammen. Etwa bei – BLIP (Berufliches Lernen Im Produktionsprozess). Ein Web-2.0-gestütztes Lern- und Kommunikationssystem fördert den Austausch zwischen allen beteiligten Akteuren. Erfolgreich erprobt wurde dieses Projekt im Mercedes-Benz Werk Mannheim und im SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd. Die Auszubildenden erhalten ihre persönlichen Lernaufträge direkt über die Plattform, sie können in Foren aktuelle Lernfragen diskutieren und in einem Online-Lexikon ihre Kenntnisse anderen zur Verfügung stellen. Auch Berufsschullehrer und Ausbilder tauschen sich auf der Plattform aus und führen gemeinsame Unterrichtseinheiten durch.
Eloq – ein Projekt der TU Dortmund und des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschland - verbindet zwei aktuelle Bildungsaufgaben: Inklusion und digitales Lernen. Ziel ist, Auszubildende mit Behinderung im Logistikbereich auch durch E-Learning zu qualifizieren. Für die Ausbildung in Berufsschule und Betrieb entstehen barrierefreie Lerninhalte und Lernmodule. Mit einem Autorenwerkzeug für E-Learning werden diese Inhalte erstellt und kostenlos zur Verfügung gestellt.
Einen ganz speziellen Bereich in der beruflichen Bildung hat sich das Projekt BLok ausgesucht. Denn egal welchen Beruf sie lernen, Auszubildende müssen ein Berichtsheft führen und dort detailliert festhalten, was und in welchem Umfang sie im Betrieb gelernt haben. Wie es effektiver, motivierender und mit zusätzlichem Nutzen funktioniert, zeigt das Online-Berichtsheft. Die Idee: Auf der Basis von Web 2.0-Technologien wird das Berichtsheft zeit- und ortsunabhängig genutzt. Anwenden lässt sich dieses Tool in allen Ausbildungsberufen. Die Auszubildenden können das Heft zu Haus am PC ausfüllen, am Rechner im Betrieb, in der Berufsschule oder auch unterwegs auf ihrem Smartphone. BLok kann deutschlandweit genutzt werden. Angeboten wird es vom BPOS Bildungsportal Sachsen, einem Unternehmen sächsischer Hochschulen.
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