Initiative für mehr junge Frauen in IT-Berufen

Zum Abschluss des Projektes IBM MentorPlace am Georg-Herwegh-Gymnasium in Berlin und am Barnim-Gymnasium in Bernau zogen heute (17 Uhr) neun Schülerinnen mit Ihren Lehrern, der Schulleitung und ihren Mentorinnen in Anwesenheit der Bildungsstaatsekretäre aus Berlin, Thomas Härtel, und aus Brandenburg, Burkhard Jungkamp, im e-Government Center von IBM in Berlin Bilanz. Mit dem Mentoring-Programm verfolgt die IBM ein einzigartiges Projekt zur Förderung von jungen Frauen. Die Kommunikation läuft über persönliche Treffen und E-Mentoring. Ziel ist es, die Mädchen zu einem beruflichen Einstieg in die IT-Branche zu ermutigen und aufzuzeigen, wie abwechslungsreich und interessant Berufe in diesem Bereich sein können.

28.06.2006 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Bildungsstaatsekretär Burkhard Jungkamp sagt: "Das Projekt MentorPlace reiht sich vorzüglich ein in die Bestrebungen des Landes Brandenburg, das Interesse junger Mädchen an technischen Fächern zu wecken. Wir wollen den Mädchen Wege in entsprechende Zukunftsbranchen aufzeigen. Diese sollen für Schülerinnen attraktiv sein und bei ihnen zu einer veränderten Einstellung zu Fächern wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik und damit auch zu veränderten Einstellungen zu ihren eigenen Fähigkeiten führen. IBM leistet insofern mit MentorPlace einen Beitrag zur Zukunftssicherung."

Bildungsstaatssekretär Thomas Härtel: Betriebe haben einen wachsenden Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs in technischen und techniknahen Berufen. Gleichzeitig entscheiden sich sehr wenige junge Frauen für einen technischen Beruf. Sie schöpfen ihre Berufschancen nicht aus. Eine der Ursachen ist, dass ihnen die Vorbilder fehlen. Deshalb begrüße ich sehr, dass die IBM-Mentorinnen bei unseren Schülerinnen Hemmschwellen abbauen und Begeisterung für IT-Berufe wecken.

"Die Schülerinnen können durch den umfassenden Einblick ins Berufsleben ihre Pläne für die Zukunft passender gestalten und IBM möchte junge Frauen ermutigen, sich für Berufe zu entscheiden, die noch immer als 'frauen-untypisch' gelten, so Michael A. Maier, Direktor des Geschäftsbereichs öffentlicher Dienst und Pharma und Leiter der IBM Niederlassung Berlin. "IBM möchte diese Potentiale fördern und sich als ein attraktiver Arbeitgeber für junge Talente präsentieren", so Maier.

Während der letzten sieben Monate betreuten dreizehn Mentorinnen ihre jeweilige Mentee aus den Klassenstufen zehn und elf ehrenamtlich. Sie ließen die Mädchen an ihrem Berufsleben teilhaben, pflegten intensiven Kontakt zu den Mädchen und berieten sie bei der Erstellung einer Präsentation, die bei der Abschlussveranstaltung gehalten wurden. Darüber hinaus nahmen die Mädchen an projektbegleitenden Vorträgen und Workshops teil und lernten beispielsweise etwas über Präsentations- und Redetechniken und E-Learning-Möglichkeiten. Einige Schülerinnen konnten ihre Mentorin am Arbeitsplatz besuchen oder sogar ein Praktikum absolvieren, um so einen Einblick in das alltägliche Berufsleben zu bekommen.

Das Projekt IBM MentorPlace wurde von den Mentees und ihren Schulen als sehr positiv bewertet, obwohl die Erwartungen zum Teil unterschiedlich waren. Eines der interessantesten Ergebnisse des Projektes bei den Schülerinnen ist die Erkenntnis, dass Eigenengagement für den Erfolg wichtig und notwendig ist. Teilweise gestaltete es sich als kompliziert über die Dauer des Projektes den Kontakt zwischen Mentee und Mentorin aufrecht zu erhalten. Hierbei zeigte sich, wie schwierig es sein kann Prioritäten zu setzen und gleichzeitig Vorsätze einzuhalten. Eine weitere Erfahrung war der Umgang mit dem PC, dem Internet und mit E-Mails sowie der Erkenntnis persönliche Kontakte zu pflegen und nicht zu vernachlässigen.

Einige der Mentees führten einen offenen und regen Erfahrungsaustausch mit ihren Mentorinnen auf persönlichem und telefonischem Wege sowie per E-Mail. Die Schülerinnen interessierten sich vor allem für den Berufsalltag in der IT-Branche, Aussichten für ein Praktikum bei der IBM sowie Ausbildungsmöglichkeiten und Berufsperspektiven. Der Kontakt zwischen Mentorin und Mentee wurde auch dazu genutzt, sich zu allgemeinen und privaten Themen auszutauschen.

Dass es dem Projekt gelingt, Mädchen für die IT-Welt zu begeistern findet auch Sima Gourevitsch, Abiturientin am Barnim Gymnasium in Bernau: "IBM MentorPlace hat mir ziemlich viel gebracht. Durch dieses Projekt habe ich einen Praktikumsplatz bei der IBM bekommen und erstmalig etwas über die Berufsakademie-Studiengänge der IBM erfahren. Das hat mir so gut gefallen, dass ich mich nun für das Studium bei der IBM bewerben möchte."

"Die Teilnahme an diesem Projekt war für die Schülerinnen eine tolle Erfahrung", stellte Frau Annegret Seidlitz, Lehrerin des Georg-Herwegh-Gymnasiums, fest. "Die Idee des Projekts MentorPlace ist eine schöne Idee und der Einsatz der IBM für die Ausbildung junger Menschen beispielhaft", so Frau Seidlitz weiter.

Das IBM MentorPlace Projekt wird international durchgeführt. In Deutschland startete das Projekt im Jahr 2002 und wird seit dem in vielen verschiedenen Städten durchgeführt. Dass sich das Engagement der IBM in Berlin und Brandenburg lohnt, zeigt die positive Entwicklung in den letzten drei Jahren. Die Nachfrage der Schülerinnen ist so groß, dass einige Mädchen auf das nächste MentorPlace Projekt im kommenden Schuljahr vertröstet werden mussten.


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