Kultusminister begrüßt erste BEK-Schüler in Papenburg

Am heutigen (31.08.2006) ersten Schultag nach den Sommerferien hat der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann die ersten 18 Schülerinnen und Schüler der Berufseinstiegsklasse (BEK), in den Berufsbildenden Schulen gewerblicher und kaufmännischer Fachrichtung in Papenburg begrüßt. "Die einjährigen Berufseinstiegsklassen sind eine neue Schulform im Bereich der beruflichen Bildung. In Niedersachsen gehen wir neue Wege und starten einen zunächst auf zwei Jahre befristeten Schulversuch, der Jugendlichen bessere berufliche Perspektiven geben soll", sagte Busemann.

31.08.2006 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

In zunächst 12 Berufsbildenden Schulen des Landes als Pilotschulen sollte das neue Angebot starten, das sich vor allem an junge Leute richtet, die einen sehr schwachen oder gar keinen Hauptschulabschluss mitbringen. Inzwischen haben weitere 27 Berufsbildende Schulen ihr Interesse bekundet und ebenfalls die Möglichkeit erhalten, ohne die Berichtspflichten der Pilotschulen in den Versuch einzusteigen und die Ergebnisse umzusetzen.

"Wir wollen ein Angebot machen, das einen guten Hauptschulabschluss zum Ziel hat. Es ist damit einerseits unterhalb der Standards von Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) und Berufsfachschule angesiedelt, andererseits aber deutlich oberhalb der Standards des Berufsvorbereitungsjahrs (BVJ), welches den Einstieg in die berufliche Grundbildung erleichtern soll", erläuterte Busemann. Die Zielgruppe der BEK umfasse jährlich rund 8.000 Schülerinnen und Schüler. Die neue Schulform werde mit einem berufspädagogischen Ansatz arbeiten und vorrangig die Basiskompetenzen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch sowie die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler stärken. Ermöglicht werden solle die Orientierung auf einen bestimmten Berufsbereich oder Beruf. "Wir reagieren damit unter anderem frühzeitig auf die Veränderung des Berufsbildungsgesetzes auf Bundesebene, wonach die Anrechnungsverpflichtung für das BGJ spätestens ab 2009 wegfällt. Zu erwarten ist, dass eine freiwillige Anrechnung der schulischen Grundausbildung durch die Ausbildungsbetriebe nur für leistungsstarke Absolventen des BGJ erfolgen wird", so Busemann.

Den Schülerinnen und Schülern der BEK in Papenburg wünschte der Kultusminister Spaß am Lernen und viel Erfolg auf ihrem weiteren Weg in die Zukunft.


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