Land verdoppelt Förderung von Sprachkursen für Migrantinnen und Migranten

Ausreichende Deutschkenntnisse sind für Migrantinnen und Migranten die entscheidende Voraussetzung, um in Deutschland Fuß fassen zu können. "Wir haben deshalb in diesem Jahr die Fördermittel für ein seit drei Jahren laufendes Aktionsprogramm mit Sprachkursen mehr als verdoppelt. Während wir in 2002 und 2003 jeweils 100.000 Euro dafür ausgegeben haben, stellen wir diesmal knapp 225.000 Euro zur Verfügung", teilte Professor Dr. E. Jürgen Zöllner, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, heute in Mainz mit.

01.07.2004 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)

"Diese enorme Mittelaufstockung zeigt, welche Bedeutung wir in der Weiterbildung der Integration von Ausländerinnen und Ausländern beimessen", sagte Zöllner.

Mit diesem Geld ist es möglich, 100 Kurse anzubieten, an denen rund 1.500 Migrantinnen und Migranten teilnehmen. Insgesamt 36 Projektträger in allen Teilen des Landes - Volkshochschulen, kirchliche und freie Weiterbildungsträger - vermitteln den erwachsenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern grundlegende Kenntnisse der deutschen Sprache. Durch die sprachliche Qualifizierung erhalten sie mehr Sicherheit in Alltagssituationen - sei es beim Einkaufen, bei Arztbesuchen oder Eltern-abenden in Kindergärten und Schulen.

"Die Kurse beschränken sich in vielen Fällen aber nicht auf die reine Sprachvermittlung, sondern enthalten oftmals auch Bausteine zur persönlichen, kulturellen, beruflichen und sozialen Integration", erläuterte Zöllner. Die vom Land geförderten Weiterbildungsträger seien auf die sprachliche Qualifizierung der Migrantinnen und Migranten bestens vorbereitet, weil sie über langjährige Erfahrungen auf dem Gebiet "Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache" verfügten.

Zöllner wies darauf hin, dass die meisten der Kurse für Mütter beziehungsweise Eltern von Kindern in Kindergärten durchgeführt würden. Für diese Kurse gebe es in vielen Fällen eine Parallelförderung für die Sprachförderung der Kinder durch das Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend. "Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass der Ansatz, unser Aktionsprogramm auf die Förderung von Erwachsenen und Kindern abzustimmen, Sinn macht", sagte Zöllner. Eltern und Kinder könnten parallel die deutsche Sprache erlernen. "Das verstärkt die Motivation und Wirksamkeit", meint der Weiterbildungsminister.


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