Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Ausbildungsreife bereits auf den Weg gebracht

Die Berufsschullehrerverbände haben auf ihrer heutigen Landespressekonferenz gefordert, Hauptschülerinnen und Hauptschüler noch besser auf eine berufliche Ausbildung vorzubereiten. Bereits Ende Juni hat die Landesregierung ein umfassendes Maßnahmenpaket verabschiedet. Es sieht u.a. mehr Deutsch- und Mathematikunterricht, eine Kompetenzanalyse sowie verpflichtende Betriebspraktika für Hauptschülerinnen und Hauptschüler vor. Dafür werden insgesamt 305 Lehrerstellen bereitgestellt.

03.09.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Die Kritik der Berufsschullehrerverbände an der Einstiegsvergütung für Direkteinsteiger ist nicht nachvollziehbar. Direkteinsteiger sind Ingenieure mit Berufserfahrung, die ohne Lehramtsstudium und Referendariat unmittelbar in den Schuldienst an den beruflichen Schulen eintreten und pädagogisch nachqualifiziert werden. Sie werden auf der Grundlage des neuen Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) so eingestuft, dass sie nach dem neuen Tarifvertrag etwa gleich viel verdienen wie nach dem ehemaligen BAT-Tarifvertrag.

Die Vergütung nach dem neuen TV-L setzt sich aus zwei Elementen zusammen, der Entgeltgruppe und den Entwicklungsstufen. Die Entwicklungsstufen sollen innerhalb einer Entgeltgruppe die unterschiedliche Berufserfahrung berücksichtigen. Direkteinsteiger werden bei mehrjähriger Berufserfahrung in der Regel der vierten und damit zweithöchsten Entwicklungsstufe zugeordnet. Nach Einzelfallprüfung kann auch die höchste Stufe gewährt werden. Diese Einstufungspraxis sorgt dafür, dass bei den Direkteinsteigern im Durchschnitt die alte Vergütungssituation nach BAT erreicht werden kann.


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