Ausbildung

Mehr junge Menschen in Ausbildung bringen

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat am heutigen Mittwoch die Ausbildungsmarktbilanz 2021 vorgestellt. Im vergangenen Ausbildungsjahr wurden 473.100 Verträge neu abgeschlossen. Dies sind 1,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

15.12.2021 Bundesweit Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung
  • © GaudiLab/Shutterstock

Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger: „Für das Ausbildungsjahr 2021 sehen wir einen leichten Anstieg der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge. Das ist ein kleiner Hoffnungsschimmer in einer schwierigen Zeit. Die Zahl liegt jedoch noch deutlich unterhalb des Niveaus von vor der Corona-Pandemie. Deshalb können wir uns damit nicht zufriedengeben. Jeder junge Mensch, der ohne Ausbildung bleibt, ist einer zu viel. Es ist unser Ziel, deutlich mehr junge Menschen in Ausbildung zu bringen. Mich besorgt, dass Betriebe weiterhin von Schwierigkeiten bei der Besetzung ihrer Ausbildungsstellen berichten. Dabei sind fehlende Auszubildende von heute der Fachkräftemangel von morgen. Unser Land braucht schon heute dringend mehr Fachkräfte. Ich kann junge Menschen daher nur dazu ermutigen, die Chance einer Ausbildung zu ergreifen. Die Bundesregierung wird ihren Beitrag leisten, damit sich mehr von ihnen für eine Ausbildung entscheiden. So wollen wir eine Exzellenzinitiative Berufliche Bildung auf den Weg bringen, um Ausbildung deutlich attraktiver zu machen. Darüber hinaus wollen wir einen Pakt zur Stärkung und Modernisierung berufsbildender Schulen auflegen und die Berufsorientierung flächendeckend ausbauen.

Hintergrund:
Die BIBB-Erhebung über die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge wird jährlich in Zusammenarbeit mit den für die Berufsausbildung zuständigen Stellen durchgeführt. Dabei werden die Ausbildungsverträge berücksichtigt, die in der Zeit vom 1. Oktober des Vorjahres bis zum 30. September des Erhebungsjahres neu abgeschlossen wurden.

Der Erhebung zufolge ist das Ausbildungsangebot im Jahr 2021 um 1,7 Prozent auf 536.200 Ausbildungsplätze gestiegen. Gleichzeitig ging die erweiterte Nachfrage nach Ausbildungsplätzen um 0,9 Prozent auf 540.900 zurück. Die Zahl noch offener Ausbildungsstellen ist im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Prozent auf 63.200 gestiegen. Die Zahl der unversorgt gebliebenen Bewerberinnen und Bewerber reduzierte sich um 16,1 Prozent auf 24.600 Personen.

Die vollständigen Ergebnisse werden zeitnah auf der Internetseite des BIBB veröffentlicht.


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