Neues Fortbildungsangebot stärkt die Diagnosefähigkeit von Lehrkräften

Mit einem neuen Aus- und Fortbildungsprojekt soll die Diagnosefähigkeit von Lehrkräften verbessert werden. Darauf hat sich die Amtschefkommission der Kultusministerkonferenz auf ihrer jüngsten Sitzung einstimmig verständigt. Nordrhein-Westfalen hatte das Programm vorgeschlagen.

21.11.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Alle Länder der Bundesrepublik haben ihre Teilnahme zugesagt. Schulministerin Barbara Sommer: "Unser gemeinsames Ziel in der Kultusministerkonferenz ist es, die Zahl der höherwertigen Schul- und Ausbildungsabschlüsse ohne Qualitätsverlust zu steigern und die Zahl der Schülerinnen und Schüler ohne Schulabschluss deutlich zu verringern." Im Mittelpunkt des Projektes steht die systematische Entwicklung der diagnostischen Kompetenzen der Lehrerinnen und Lehrer. Sommer: "Die diagnostischen Kompetenzen haben eine entscheidende Bedeutung für die Unterrichtsgestaltung und den Unterrichtserfolg. Sie sind Grundlage für einen professionellen Umgang mit Heterogenität und eine unverzichtbare Basis für individuelle Förderung und Lernprozessbegleitung." Diagnostische Kompetenzen betreffen die Beurteilung der Lernvoraussetzungen und Lernergebnisse auf Schülerseite sowie die Analyse der Unterrichtsprozesse selbst.

Ausgehend von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und systematischen Erfahrungen sollen zwei Studienbriefe entwickelt werden. Diese Briefe sind sowohl zum Selbststudium der Lehrkräfte als auch als Grundlage für tutorengestützte Seminare in der ersten und zweiten Phase der Lehrerausbildung und der

Das Fortbildungsprojekt soll dazu beitragen, das durchschnittliche Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler anzuheben, die Streuung der Leistungen zwischen Schülerinnen und Schülern mit den besten und den schlechtesten Ergebnissen bei PISA zu minimieren und den Anteil der Spitzenleistungen im Hinblick auf den OECD- Mittelwert deutlich zu erhöhen. Entwicklung und Durchführung des Projekts "Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte im Hinblick auf Verbesserung der Diagnosefähigkeit, Umgang mit Heterogenität, Individuelle Förderung" erfolgt in enger Kooperation mit Prof. Dr. Wilfried Bos vom Institut für Schulentwicklungsforschung (Leitung) und den Professoren Dr. Andreas Helmke (Universität Koblenz Landau), Dr. Detlef Leutner (Universität Duisburg-Essen) und Dr. Joachim Wirt (Ruhr-Universität Bochum).


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