Paktjahr 2007 – Ein Jahr der Rekorde!
Lücke geschlossen – der Pakt macht´s möglich. Alle ausbildungsfähigen und -willigen Jugendlichen, die im Jahr 2007 einen Ausbildungsplatz suchten, haben ein Angebot auf betriebliche Qualifizierung erhalten: Ende Januar 2008 stehen 11.300 unversorgten Jugendlichen noch insgesamt 23.700 offene Angebote zur Verfügung – 4.200 Ausbildungsplätze und 19.500 Einstiegsqualifizierungen. Dies ist ein großer Erfolg des Ausbildungspakts, der im März 2007 mit ambitionierten neuen Zielen verlängert wurde.
31.01.2008 Pressemeldung DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag60.000 neue Ausbildungsplätze zugesagt – 89.000 geliefert
Die Wirtschaft setzte sich mit der Paktverlängerung das verbindliche und gegenüber dem "Pakt I" noch ehrgeizigere Ziel, jährlich 60.000 neue Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Diese Zusage wurde im Jahr 2007 mit 89.000 neuen Ausbildungsplätzen übererfüllt. Allein die IHKs warben im Paktjahr 2007 rund 46.900 neue Ausbildungsplätze ein – eine Steigerung der bereits hohen Zahl aus dem Vorjahr um etwa 16 Prozent.
30.000 neue Ausbildungsbetriebe zugesagt – 54.000 geliefert
Neu ist die Zusage der Wirtschaft für 30.000 neue Ausbildungsbetriebe. Insgesamt boten 2007 sogar 54.000 Betriebe erstmalig Ausbildungsplätze an. Auch zu diesem Rekordergebnis steuerten die IHKs mit 34.600 neuen Ausbildungsbetrieben den Löwenanteil bei.
40.000 Einstiegsqualifizierungen zugesagt – 43.000 geliefert
Von den etwa 43.000 Angeboten für Einstiegsqualifizierungen (EQs) warben die IHKs fast 30.000 EQ-Plätze ein. Darüber hinaus organisierten Kammern und Agenturen auch im Jahr 2007 wieder mehr als 400 Veranstaltungen zur Nachvermittlung. Mehr als 22.000 Jugendliche waren eingeladen. Allerdings ist nur etwa die Hälfte der Jugendlichen zu diesen Veranstaltungen gekommen; jedem erschienenen Jugendlichen konnten die Paktpartner rechnerisch einen betrieblichen Ausbildungsplatz anbieten. Falls dieser Platz nicht den Vorstellungen entsprach, standen immer noch mehr als drei EQ-Angebote bereit. Und für zwei von drei Jugendlichen mündet eine solche EQ in eine betriebliche Ausbildung – eine im Vergleich zu anderen öffentlichen Programmen überragende Erfolgsquote.
Der Pakt wirkt und schlägt auf den Ausbildungsmarkt durch
Der gemeinsamen Kraftanstrengung aller Paktpartner ist es – mit Rückenwind durch die florierende Konjunktur – zu verdanken, dass die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge zum Stichtag 30. September 2007 um 49.800 auf knapp 626.000 gestiegen ist. Allein im Bereich Industrie, Handel, Dienstleistungen konnten mehr als 30.500 zusätzliche Ausbildungsverträge abgeschlossen werden (gesamter Beitrag des IHK-Bereichs: 367.500 Ausbildungsverträge). Die Statistiken der Bundesagentur belegen zudem: Drei Viertel des Zuwachses an Ausbildungsverträgen ist auf das Engagement der Betriebe zurückzuführen – und nicht, wie von einigen behauptet, allein auf die Bereitstellung außerbetrieblicher Ausbildungsplätze.
Ausblick auf 2008: Qualitätslücke, Konjunktur und Politik werfen ihre Schatten voraus
Mehr und mehr tritt eine Qualitätslücke als neue Herausforderung in den Vordergrund. Die Unternehmen finden immer häufiger keine geeigneten Bewerber für ihre Ausbildungsangebote. Auch die schlechteren konjunkturellen Aussichten und aktuelle politische Diskussionen werfen Schatten auf das Paktjahr 2008. Insbesondere ein zu weit gefasster Ausbildungsbonus für Altbewerber könnte den Pakterfolg gefährden. Ein Bonus darf nur die wirklichen Problemfälle des Ausbildungsmarktes erfassen, wie z.B. Jugendliche mit schlechten Hauptschulzeugnissen. Nur so lassen sich Fehlanreize und Mitnahmeeffekte vermeiden.
Ansprechpartner: Dr. Thilo Pahl, DIHK Berlin, Telefon 030 / 20308-2514
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