Projekt Zukunft: Senator Rabe gibt Startschuss für neue Schulentwicklungsplanung der berufsbildenden Schulen
Heute startet in Hamburg die Schulentwicklungsplanung für die 45 staatlichen berufsbildenden Schulen der Stadt. Schulsenator Rabe: "Unser gemeinsames Ziel ist es, das Hamburger berufsbildende System noch leistungsfähiger zu machen, um junge Menschen besser in den Beruf und in die Gesellschaft zu integrieren. Hand in Hand mit den ausbildenden Betrieben gilt es, die Fachkräfte für morgen zu sichern und junge Menschen auf einen internationalen Markt vorzubereiten."
04.04.2012 Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)Die Veranstaltung heute in der Staatlichen Gewerbeschule Ernährung und Hauswirtschaft (G3) bildet den Auftakt für den etwa einjährigen Prozess. Im 2. Quartal 2013 wird dann den zuständigen Gremien ein Entwurf zum Schulentwicklungsplan zur Beratung vorgelegt. Die Vorschläge zur Weiterentwicklung der berufsbildenden Schulen werden unter anderem Eckpunkte wie die Entwicklung der Bildungsgänge, Schülerzahlprognosen, Funktionalität der Schulen, Unterrichtsentwicklung sowie den Zustand und die Auslastung vorhandener Gebäude und Standorte einbeziehen.
Schulentwicklungsplanung bezieht alle Partner mit ein
Das Megaprojekt wird nun in mehreren Arbeitsgruppen vorbereitet, in denen Vertreter der Kammern und Unternehmerverbände, der Gewerkschaften sowie der berufsbildenden Schulen, der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB), der Finanzbehörde und des Hamburger Instituts für Berufliche Bildung (HIBB) am Tisch sitzen. Staatsrat Dr. Voges (BSB) leitet die Lenkungsgruppe zur Schulentwicklungsplanung. "Indem wir Bildungsgänge sinnvoll konzentrieren und bereit sind, schulübergreifend zu denken und zu planen, entstehen wertvolle Synergien. Dabei geht es nicht nur um das Thema Schulbau, sondern vielmehr um die konsequente Weiterentwicklung der beruflichen Bildung in Hamburg. Ich freue mich darauf, was hier angestoßen wird!", so Voges.
Berufliche Bildung stellt sich den wichtigen Trends in Wirtschaft und Gesellschaft
So gilt es, wichtige Trends zu analysieren und zu berücksichtigen: Es wird einen verstärkten Wettbewerb um die besten Fachkräfte geben. Gleichzeitig machen es globale Märkte und die europäische Integration notwendig, dass sich die berufliche Bildung stärker international ausrichtet. Wie kann berufliche Bildung dabei die Clusterpolitik des Senats unterstützen? Wie werden sich auf Grund des demografischen Wandels die Schülerzahlen verändern und welche Bedarfe entstehen daraus? Welche Anforderungen stellt die Weiterentwicklung der "selbstverantworteten Schule" an die Schulen? Welchen Ansprüchen muss die berufsbildende Schule zukünftig in Hinblick auf Größe, Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Raumkonzept entsprechen? Dies sind einige der Fragen, für die in den Arbeitsgruppen in den nächsten Wochen und Monaten Lösungsvorschläge erarbeitet werden.
Informationen zum Berufsbildenden System in Hamburg
In Hamburg werden derzeit rund 55.900 Schülerinnen und Schüler in 45 staatlichen berufsbildenden Schulen unterrichtet, davon ca. 38.000 Jugendliche in der dualen Berufsausbildung in mehr als 200 verschiedenen Ausbildungsberufen. Mehr als 3.000 Jugendliche erhalten an vollqualifizierenden Berufsfachschulen eine vollschulische Berufsausbildung, z.B. in den sogenannten Gesundheits- und Erziehungsberufen.
In Berufsvorbereitungsschulen, zu denen auch die dualisierte Ausbildungsvorbereitung sowie die Berufsvorbereitung für junge Migrantinnen und Migranten gehört, wird derzeit rund 3.000 jungen Menschen die Ausbildungsreife vermittelt.
Zum Portfolio der berufsbildenden Schulen gehören weiterhin Berufliche Gymnasien in den Fachrichtungen Wirtschaft, Technik sowie Psychologie und Pädagogik, Fachschulen (berufliche Weiterqualifikation z.B. zum Techniker, Fachwirt) sowie Fachoberschulen (Erwerb der Fachhochschulreife nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung). Im Schuljahr 2012/13 starten in Hamburg Berufsoberschulen in den vier Ausbildungsrichtungen Gestaltung, Gesundheit und Soziales, Technik und Wirtschaft und Verwaltung. An ihnen können junge Menschen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung nach einem Jahr die Fachhochschulreife bzw. nach zwei Jahren die fachgebundene oder allgemeine Hochschulreife erwerben.
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