Rheinland-Pfalz verleiht zum zweiten Mal Weiterbildungspreis für innovative Projekte

Roland Härtel, Staatssekretär für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kul­tur, hat heute Abend bei einer Festveranstaltung im Kleinen Haus des Mainzer Staatstheaters fünf innovative Projekte mit dem Weiterbildungspreis 2004 ausge­zeichnet

10.09.2004 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)

Darüber hinaus verlieh er den "Stiftungspreis MedienKompetenz Südwest". Die einzelnen Preise sind mit jeweils 1.500 Euro dotiert.

"Die positive Resonanz auf die Ausschreibung und die heutige Veranstaltung zeigt, dass sich der Weiterbildungspreis nach seiner erfolgreichen Premiere vor zwei Jahren zu einer festen Größe in der rheinland-pfälzischen Weiterbildungsszene entwickelt hat", freute sich Härtel. Insgesamt 25 Projekte hätten sich um den Preis beworben und dem Urteil einer Jury aus den Bereichen Wissenschaft, Weiterbildungspraxis, Ehrenamt und Medien gestellt.

Mit dem Weiterbildungspreis, den das Ministerium alle zwei Jahre in Zusammenar­beit mit dem Landesbeirat für Weiterbildung in Rheinland-Pfalz ausschreibe, würdige das Land fortschrittliche Konzepte in diesem wichtigen Bereich. Weiterbildung sei einer der Schlüsselbereiche Lebenslangen Lernens. Sie eröffne den Individuen berufliche und persönliche Perspektiven und trage zur politischen Teilhabe bei. "Wei­terbildung unterstützt und fördert nicht nur Menschen, sondern auch das gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische System unseres Landes", kommentierte Härtel.

Der Weiterbildungspreis verhelfe so genannten Best-Practice-Beispielen zu größerer Bekanntheit und animiere dadurch andere Weiterbildungsträger, ambitionierte Pro­jekte durchzuführen. "Darüber hinaus erhoffe ich mir durch diesen Preis für die Weiterbildung die Aufmerksamkeit, die sie angesichts ihrer zunehmenden Bedeutung verdient", sagte der Staatssekretär.

Mit dem Weiterbildungspreis 2004 wurden nachfolgend dargestellte Projekte ausgezeichnet:

  • Das Projekt "Maria von Wedemeyer - Ein Leben voller Herausforderungen", ein­gereicht durch die Evangelische Arbeitsstelle Kirche, Bildung und Gesellschaft in Kaiserslautern, stellt die Weggefährtin Dietrich Bonhoeffers in Form eines inszenierten Selbstgesprächs dar. Nach Meinung der Jury macht dieses Projekt mittels der szenischen Darstellung auf der Bühne eine Form der kulturellen Bildungsarbeit für die Erwachsenenpädagogik fruchtbar. Durch die didaktische Gestaltung des Umfelds der Aufführung hätten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur mit der historischen Persönlichkeit auseinander gesetzt, sondern ganz grundsätzlich mit der Rolle der Frau in der Gesellschaft.

 

  • Der Bildungsatlas Mainz/Mainz-Bingen des Zentrums für wissenschaftliche Weiterbildung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz erleichtert das Auffinden von Weiterbildungsangeboten in der Region Mainz/Mainz-Bingen. Mit Hilfe dieser Datenbank steht nach Ansicht der Jury "eine neue Infrastruktur für selbst gesteuerte Lernprozesse zur Verfügung".

 

  • Im Rahmen des Videoprojekts Rechtsextremismus "Patriotisch oder so .!?" des KREML Kulturhauses e.V. in Zollhaus-Hahnstätten wurde ein 30-minütiges Video zum Thema Rechtsextremismus im hinteren Ahrtal gedreht. Durch die Spurensuche der Filmemacher werden Zusammenhänge von rechtsradikaler Musik, Symbolik und Jugendkultur aufgezeigt. Die erfolgreiche Erstaufführung des Films vor Ort belege, dass mit politischer Bildung auch im ländli­chen Raum große Bevölkerungsschichten zu erreichen seien, lobte die Jury.

 

  • Das Projekt InDica von Schneider Organisationsberatung in Mainz fördert durch die Schulung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren die Integration von jungen Zuwanderinnen und Zuwanderern in das Bildungs- und Ausbildungssystem von Rheinland-Pfalz. Im Rahmen dieses Projekts zeige sich, wie durch komplexe Weiterbildungskonzepte gesellschaftlicher Wandel begleitet und positiv gestaltet werden können, urteilte die Jury.

 

  • Das Projekt TRIM-FLEX-Plus der Target GmbH in Mendig soll Langzeitarbeitslosen den Wiedereinstieg ins Berufleben erleichtern. In einer ersten Phase werden die Teilnehmenden auf ein Praktikum an einer Arbeitsstelle vorbereitet. Hierzu werden individuelle Berufsziele definiert und eine entsprechende Vorgehensweise erarbeitet. In der zweiten Phase werden die Teilnehmenden in Ergänzung zu ihrer praktischen Tätigkeit weitergebildet und erhalten passgenaue Teilqualifizierungen im jeweiligen Beschäftigungsfeld. Der auf den individuellen Stärken aufbauende Ansatz dieses Programms habe zu einer hohen Vermittlungsquote auch im ländlichen Raum geführt, hob die Jury hervor.

Der Stiftungspreis MedienKompetenz Forum Südwest geht an das Projekt RegioNet Mittelrhein des Instituts für geschichtliche Landeskunde an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz e.V. Geschichtsvereine im Mittelrheintal erhalten über eine Internetplattform die Möglichkeit zur Vernetzung. Der Austausch zwischen Geschichtsvereinen, Wissenschaft und Interessierten wird damit gefördert. Flankiert wird diese Maßnahme durch Weiterbildungen für die zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer. Außer der fachlichen Zusammenarbeit werde ein nachhaltiger Beitrag zur Medienkompetenz geleistet, würdigte die Jury


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