Studie: Begabtenförderung bei beruflicher Bildung zahlt sich aus

Das Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für Begabte in der beruflichen Bildung fördert den beruflichen Erfolg und trägt zum Führungskräftenachwuchs bei. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue repräsentative wissenschaftliche Studie, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Dafür waren 4.800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Aufnahmejahrgänge 1994, 1999 und 2001 befragt worden.

07.09.2005 Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung

Neun von zehn Befragten sahen in dem Programm einen erheblichen Nutzen für ihre berufliche und persönliche Entwicklung. Sie konnten sich durch die Weiterbildung in der beruflichen Tätigkeit oder Position verbessern. Über die Hälfte erhielt nach Abschluss der Förderung einen größeren Aufgabenbereich und ein höheres Einkommen. Die Absolventinnen und Absolventen steigen im Zusammenhang mit der Förderung auch meist in den Betrieben auf. Allein jeder Dritte aus dem Förderjahrgang 1994 gab an, inzwischen eine leitende Funktion zu besetzen. Das war fast doppelt so viel wie der Durchschnitt der Beschäftigten gleichen Alters (17 Prozent).

Gleichzeitig wuchs unter den Absolventinnen und Absolventen der Mut zur Selbstständigkeit. Der Anteil der Selbstständigen stieg mit dem Abstand zur Förderung (1994: 13 Prozent; 1999: 9 Prozent; 2001: 7 Prozent) und lag deutlich über dem Durchschnitt vergleichbarer Erwerbstätiger (5 Prozent).

Auch nach der Förderung blieb die Fortbildungsbereitschaft bei den Stipendiatinnen und Stipendiaten überdurchschnittlich hoch. Sie nahmen doppelt so häufig an Weiterbildungsmaßnahmen teil (85 Prozent) wie andere junge Erwerbstätige mit einer dualen Berufsausbildung (39 Prozent).

Das BMBF finanziert das Programm für Begabtenförderung mit jährlich 14,6 Millionen Euro. Jährlich nehmen daran 14.000 junge Menschen mit einem ersten Berufsabschluss teil.

Die Zusammenfassung der Studie finden Sie hier.


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