Türöffner zur Berufsausbildung

Mit dem Projekt "Schulische Berufsvorbereitung durch Dualisierung" erproben 14 Berufskollegs in Nordrhein-Westfalen seit einem Jahr neue Angebote für Jugendliche, denen nach Verlassen der Sekundarstufe I der Übergang in eine Ausbildung und Beschäftigung noch nicht gelingt. Auch vor dem Hintergrund der schwierigen Lage auf dem Ausbildungsmarkt richtet sich das Projekt an Jugendliche, die in der Regel über keinen oder einen schwachen Abschluss nach der Jahrgangsstufe 9 verfügen. Durch praxisorientiertes Heranführen an eine berufliche Ausbildung soll die Ausbildungs- und Berufsperspektive verbessert werden. Das NRW-Projekt ist Teil des bundesweiten Programms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung "Kompetenzen fördern - Berufliche Qualifizierung für Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf" (BQF).

13.10.2004 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Rund 250 Jugendliche pro Jahrgang besuchen dabei in NRW einen einjährigen vollzeitschulischen Bildungsgang: Der Unterricht im Berufskolleg findet an zwei Wochentagen statt. An den übrigen Wochentagen befinden sich die Schülerinnen und Schüler als Praktikanten in einem Betrieb. Die rund 60 beteiligten Lehrerinnen und Lehrer begleiten die Jugendlichen während der betrieblichen Praxis und helfen ihnen auch bei der Suche nach betrieblichen Praktikumsplätzen. Das Projekt "Schulische Berufsvorbereitung durch Dualisierung" wurde aus erprobten Praxismodellen, wie dem 1997 gestarteten KOMBI-Modell an Berufskollegs entwickelt. Ministerin Ute Schäfer: "Gerade die Verbindung von Lernen in einem Betrieb und Lernen in der Schule gibt den Jugendlichen neue Motivation und verbessert so ihre Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt." Das Projekt führt Jugendliche an betriebliche Arbeitsabläufe heran. Mit der Erprobung von so genannten Qualifizierungsbausteinen, die aus anerkannten Ausbildungsberufen entwickelt werden, finden - stärker noch als bisher - Inhalte dieser Ausbildungsberufe Eingang in die Berufsvorbereitung.

Das Projekt "Schulische Berufsvorbereitung durch Dualisierung", dessen Beteiligte heute in Köln über Erfahrungen aus dem ersten Projektjahr diskutieren, komplettiert eine Reihe von Maßnahmen, die sich an Jugendliche mit schwierigen Perspektiven wenden. So werden zum Beispiel im Projekt "Betrieb und Schule" (BUS) derzeit rund 3400 Jugendliche an allgemein bildenden Schulen in NRW gefördert, die geringe Vermittlungschancen in einen Ausbildungsplatz haben, weil der Schulabschluss gefährdet ist. Auch hier hat sich die Verknüpfung von Theorie in der Schule und praktischem Lernen im Betrieb als motivationsfördernd erwiesen. Mehr als 40 Prozent der Jugendlichen konnten anschließend in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden.

Nähere Informationen zu den Projekten im Internet unter
www.bildungsportal.nrw.de


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