TÜV-Siegel für Nachhilfe
(bikl) 4,6 Milliarden Euro geben Eltern nach Schätzung des Statistischen Bundesamts im Jahr für Nachhilfe aus. Denn jeder zweite Schüler setzt irgendwann während seiner Schulkarriere auf diese Art von Zusatzunterricht. Aber welche Angebote sind wirklich gut und Erfolg versprechend? Schließlich darf in Deutschland jeder eine Nachhilfeschule eröffnen - ohne formale Qualifikation. Ein TÜV-Siegel will jetzt Eltern bundesweit bei der Wahl der richtigen Nachhilfe-Einrichtung unterstützen.
27.03.2006 ArtikelDafür überprüfen Experten des TÜV Rheinland die Größe der Lerngruppen, die Qualifikation der Lehrer, Unterrichtsziele, Lernstil und Fortschritte einzelner Schüler. „Eine Unterrichtsgruppe darf aus höchstens fünf Schülern bestehen. Lernziele und Inhalte der Nachhilfe müssen die Lehrer individuell auf die Schwächen der einzelnen Schüler abstimmen und vorher gemeinsam mit Schülern und deren Eltern festlegen“, so Olaf Seiche, Geschäftsfeldleiter bei der TÜV Rheinland Group. Das Zertifikat gilt für drei Jahre. Danach wird die Nachhilfeschule erneut überprüft.
Die TÜV Rheinland Group verfügt bereits über Erfahrung in der Bewertung pädagogischer Einrichtungen. Das Unternehmen ist von der Bundesagentur für Arbeit autorisiert, Weiterbildungsanbieter zu zertifizieren. Der Studienkreis, Deutschlands meist besuchte Nachhilfeschule, brachte seine über dreißigjährige Erfahrung in die Ausarbeitung des Qualitätsstandards mit ein.
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