Vertiefung der Berufswahlvorbereitung durch Kooperationen zwischen Schulen und Wirtschaft

Der Übergang von der Schule in die Berufsausbildung ist für Jugendliche oft die erste wichtige Lebensentscheidung, die sie selbständig und eigenverantwortlich meistern müssen. Um Jugendlichen bei der Entwicklung ihres beruflichen Selbstkonzepts noch mehr zu unterstützen, wurde in Zusammenarbeit mit Schulen der Stadt Halle, Dow Chemical und der Arbeitsgruppe Schule-Wirtschaft am Landesinstitut für Lehrerfortbildung, Lehrerweiterbildung und Unterrichtsforschung von Sachsen-Anhalt (LISA) ein schulspezifischer Wahlpflichtkurs "Expedition Beruf" entwickelt und erfolgreich erprobt.

04.11.2004 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Mit Beginn des Schuljahres 2004/2005 haben sich weitere Unternehmen in Halle, Wernigerode und weitere Städte in Sachsen-Anhalt bereit erklärt, ihre Ausbildungszentren für Schülerinnen und Schüler zu öffnen. So starten am 9.11.2004 Schülerinnen und Schüler der Integrierten Gesamtschule Halle im Bildungszentrum Energie GmbH in der Forsterstraße in Halle ihre "Expedition Beruf". Die Unternehmen leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit von Jugendlichen an der Schwelle des Übergangs von der Schule in den Beruf.

Im Rahmen des schulspezifischen Wahlpflichtkurses "Expedition Beruf" lernen und arbeiten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Auszubildenden in verschiedenen Grundberufen. Dabei erfahren sie, das man für die Herstellung einer Lösung, den Aufbau einer Schaltung oder für den richtigen Umgang mit Werkzeugen und Maschinen vielfältige Kenntnisse aus dem schulischen Unterricht braucht. Die Auszubildenden erklären und helfen den Schülerinnen und Schülern bei der Bewältigung der vielfältigen Anforderungen, die der Beruf an den Einzelnen stellt.

In "Schnupperkursen" werden sie mit den Anforderungen, die der Beruf an sie stellen wird, konfrontiert. Je nach Wahl vertiefen sie dann in den beruflichen Richtungen, die in den Unternehmen erlernt werden können, an Hand konkreter Arbeitsaufträge ihr Wissen und Können in ausgewählten Berufsfeldern.

Die praktisch ausgerichtete Tätigkeit in diesen Berufen hat die Wahl der Schülerinnen und Schüler für diesen Kurs bestimmt. Ein wichtiger Punkt, der bei der Gestaltung von Lernprozessen und der Einbindung des technischen Unterrichts in den Stundentafeln des allgemein bildenden Schulwesens häufig nicht ausreichend beachtet wird. Eine lebensbezogene Verknüpfung von Theorie und Praxis wird ermöglicht durch die enge Kooperation von Schule-Wirtschaft.

Wer mehr darüber wissen möchte, kann sich an die Arbeitsgruppe Schule-Wirtschaft am Landesinstitut für Lehrerfortbildung, Lehrerweiterbildung und Unterrichtsforschung Sachsen-Anhalt (LISA) in Halle/Saale wenden. Sie erreichen uns über den Landesbildungsserver www.bildung-lsa.de, die E-mail-Adresse:


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden