"Wir werden die Berufliche Bildung stärken"

Eine klares Votum zur Qualität der beruflichen Bildung und für die duale Ausbildung gab heute Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle vor den Teilnehmern des 23. Deutschen Berufsschultages in Bamberg ab. "Die beruflichen Schulen tragen maßgeblich dazu bei, dass unser Land in Zeiten der Globalisierung und enormer Wissensdynamik wettbewerbs- und zukunftsfähig ist. Denn sie bilden gemeinsam mit der Wirtschaft die jungen Menschen mit hoher Qualität aus." Der Minister ergänzte aus seiner Sicht als Vizepräsident der Kultusministerkonferenz: "Die beruflichen Schulen sind in allen deutschen Ländern das Sprungbrett zu einer qualifizierten Berufstätigkeit und gleichzeitig zur Hochschule".

13.11.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Spaenle betonte: "Wir werden die berufliche Bildung stärken und sie in die Lage versetzen, sich den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft zu stellen." Herausforderungen ergeben sich für ihn zum Beispiel aus neuen Berufsbildern, der beruflichen Weiterbildung, der Qualitätsentwicklung in Schule und Unterricht sowie aus der Gewinnung geeigneter Lehrkräfte. Mit viel Innovationsfreude stellten sich die Lehrkräfte der beruflichen Schulen dem Wandel in Gesellschaft und Wirtschaft mit allen Auswirkungen auf die Bildungsarbeit.

Auf dem Weg Deutschlands zur "Bildungsrepublik", zitierte Minister Spaenle den Koalitionsvertrag von CDU, CSU und FDP, werde die berufliche Bildung eine Schlüsselrolle spielen. Im Zentrum stehe dabei die duale Ausbildung, bei der Unternehmen gemeinsam mit den Berufsschulen Verantwortung für eine qualitativ anspruchsvolle und in enger Abstimmung mit der Wirtschaft stehende Bildung und Ausbildung junger Menschen übernehmen. Forderungen, die Berufsschulzeit zu kürzen, erteilte Minister Spaenle in diesem Zusammenhang eine klare Absage. "Eine weitere Reduzierung trage ich nicht mit"´, so der Minister.

Besonders leistungsfähigen Jugendlichen eröffne das duale System gleichzeitig zusätzliche Möglichkeiten, sich schulisch weiter zu qualifizieren, etwa mit dem Bildungsgang "Duale Berufsausbildung und Fachhochschulreife", "Berufsschule Plus" oder dem Projekt "Hochschule Dual". Über die Berufliche Oberschule habe Bayern leistungsfähigen Schülern einen zweiten gleichwertigen Weg neben dem Gymnasium auch zur Allgemeinen Hochschulreife eröffnet. Bereits heute kämen in Bayern über 40 Prozent der jungen Menschen mit Hochschulreife nicht mehr über das Gymnasium. Zukünftig könnten jedoch auch Meister und Techniker an der Hochschule studieren.

Zur Kooperation von Haupt- und Berufsschulen in Bayern unterstrich Dr. Spaenle: "Die Hauptschule, deren Absolventen bei den Mitgliedern der Handwerks- sowie der Industrie- und Handelskammern einen guten Ruf genießen, wird zur Mittelschule weiterentwickelt, um die Qualität der Ausbildung auch mithilfe steigender individueller Förderung weiter zu erhöhen." Die Berufsschulen fungierten in diesem Prozess als unverzichtbare Partner.

Gegenwärtig besuchen allein in Bayern mehr als 400.000 Schülerinnen und Schüler berufliche Schulen.


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