Baden-Württemberg

Aktueller Report Familien in Baden-Württemberg zum Thema "Jugendliche, außerschulische Jugendbildung, Partizipation" erschienen

"Unser Ziel ist es, allen Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg gute Zukunftschancen zu eröffnen. Um dies zu erreichen, haben wir mit den Verbänden der Kinder- und Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit und mit wissenschaftlicher Begleitung den "Zukunftsplan Jugend" erstellt", sagte Sozialministerin Katrin Altpeter heute in Stuttgart anlässlich der Veröffentlichung der neuen Online-Ausgabe des Reports Familien in Baden-Württemberg zum Thema "Jugendliche, außerschulische Jugendbildung, Partizipation".

04.04.2013 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

"Durch eine in die Zukunft gerichtete Kinder- und Jugendpolitik wollen wir insbesondere auch die wachsende Zahl von Jugendlichen erreichen, die von der Kinder- und Jugendhilfe und der außerschulischen Jugendbildung bislang nur bedingt erreicht werden", ergänzte Altpeter. Dr. Carmina Brenner, Präsidentin des Statistischen Landesamts, sagte, dass der demografische Wandel und die damit einhergehenden Veränderungen in der Altersstruktur der Bevölkerung die Kinder- und Jugendarbeit vor vielfältige Herausforderungen stelle. Die FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt erstellt die Reporte im Auftrag des Sozialministeriums im Rahmen der Familienberichterstattung des Landes. Sie erscheinen quartalsweise mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten.

Die jetzt veröffentlichte Ausgabe greift Ergebnisse aus der Jugendforschung auf und gibt einen Überblick über aktuelle Entwicklungen in der Kinder- und Jugendarbeit in Baden-Württemberg. Dazu gehört der am 12. März 2013 unterzeichnete "Zukunftsplan Jugend", durch den die Kinder- und Jugendarbeit und die Jugendsozialarbeit in Baden-Württemberg gestärkt und weiterentwickelt werden sollen. Ein weiterer Schwerpunkt des Reports ist die Mitwirkung Jugendlicher auf kommunaler Ebene. Der Report bündelt Empfehlungen und Praxisbeispiele zur Jugendbeteiligung und stellt Informationen zu Unterstützungsangeboten für Kommunen zusammen. Dabei wird deutlich, dass es in zahlreichen Kommunen Baden-Württembergs bereits ein breites Spektrum an Ansätzen zur Jugendpartizipation gibt, diese allerdings noch systematisch gestärkt werden müssen.

Nach Auswertungen des Mikrozensus 2011 leben in Baden-Württemberg rund 480 000 Jugendliche im Alter von 14 bis unter 18 Jahren und 955 000 junge Menschen im Alter von 18 bis unter 25 Jahren. Von den 18- bis unter 25-Jährigen leben 68 Prozent als lediges Kind bei den Eltern (Bundesgebiet: 63 Prozent). Jüngere Jugendliche wohnen in aller Regel noch bei ihren Eltern. Rund 79 Prozent der 14- bis unter 18-Jährigen lebten 2011 bei Ehepaaren, 4 Prozent in nicht ehelichen Lebensgemeinschaften und etwa 18 Prozent bei einem alleinerziehenden Elternteil.Vorausberechnungen des Statistischen Landesamt Baden-Württemberg zufolge wird die Anzahl der Jugendlichen in Baden-Württemberg und damit auch ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung bis 2030 voraussichtlich deutlich abnehmen.

2008 lag der Anteil der 15- bis unter 20-Jährigen in Baden-Württemberg bei 5,8 Prozent (625 158 Jugendliche), im Jahr 2030 dürfte er bei rund 4,5 Prozent (470 853 Jugendliche) liegen.Durch "Zukunftsplan Jugend" wird die Kinder- und Jugendarbeit in Baden-Württemberg auf ein neues Fundament gestellt. Dieser wurde in einem extern begleiteten Prozess gemeinsam mit den Verbänden der Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit, den Kommunalen Landesverbänden sowie den betroffenen Ministerien erarbeitet und am 12. März 2013 von den beteiligten Partnern unterzeichnet. Damit tritt er für den Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2016 in Kraft, vorbehaltlich der erforderlichen Beschlüsse des Haushaltsgesetzgebers. Er umfasst 16 Leitlinien, die Perspektiven für die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit in Baden-Württemberg markieren. Um finanzielle Planungssicherheit in der Kinder- und Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit zu schaffen, sollen die Ansätze des Landeshaushalts in den Bereichen Jugendbildung, Landjugend, Jugendverbands- und Jugendorganisationsförderung, Jugendarbeit und Jugenderholung bis Ende 2016 nicht unter die Veranschlagungen im Landeshaushalt 2013/2014 gesenkt werden. Darüber hinaus stellt das Land für die Umsetzung des "Zukunftsplans Jugend" im Jahr 2013 zusätzliche Mittel in Höhe von 1 Mio. Euro und ab dem Jahr 2014 in Höhe von 3 Mio. Euro zur Verfügung. Daraus sollen zu etwa einem Drittel neue Stellen im Rahmen eines Bildungsreferenten-Programms und zu circa zwei Dritteln Innovationen des "Zukunftsplans Jugend" finanziert werden.

Informationen zum Report Familien in Baden-Württemberg:

Der Report Familien in Baden-Württemberg wird im Rahmen der Familienberichterstattung des Landes quartalsweise von der FamilienForschung Baden-Württemberg erstellt und erscheint ausschließlich in elektronischer Form. Er steht ab sofort auf den Websites des Ministeriums Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg und der FamilienForschung Baden-Württemberg zum Download zur Verfügung und kann über die Homepage der FamilienForschung kostenlos abonniert werden. Die nächste Ausgabe befasst sich mit dem Thema "Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften und Familie".


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