Flüchtlingsprojekt

"angekommen in deiner Stadt Dortmund": Lern- und Begegnungshaus "Adams Corner" eingeweiht

Damit der Start für zugewanderte Jugendliche in der neuen Heimat leicht fällt, haben die Walter Blüchert Stiftung, das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen und die Stadt Dortmund das Projekt "angekommen in deiner Stadt Dortmund" ins Leben gerufen. Das Projekt stellt den jungen Menschen zwischen 16 und 25 Jahren ein passgenaues Bildungsangebot bereit und begleitet sie auch außerhalb des Unterrichtes.

28.08.2015 Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Jetzt haben Schulministerin Sylvia Löhrmann, die ehemalige Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süssmuth sowie Birgit Jörder, Bürgermeisterin der Stadt Dortmund, und Prof. Dr. Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Walter Blüchert Stiftung, das Lern- und Begegnungshaus in der Dortmunder Möller-Straße offiziell eröffnet. Hier finden die Förderangebote für die Neuankömmlinge statt. Das Gebäude wurde nach dem geflügelten Nashorn im Innenhof benannt: Adam´s Corner.

Die Schülerinnen und Schüler der beteiligten Berufskollegs haben das vielfältige Festprogramm gestaltet. Die Gäste konnten eine Theateraufführung von Projektteilnehmern der GrünBau gGmbH erleben sowie einen Trommelworkshop, die Präsentation eines Capoeira- Kampftanzes und vieles mehr. Auch die Schülerinnen und Schüler konnten die Feier bei einem Markt der Möglichkeiten genießen. Hier präsentierten u.a. das BVB-Lernzentrum, das Schülerlabor KITZ.do, der Dortmunder Boxsport 2050 und die Turnjugend ihre Angebote. Es gab Street-Kick zum Mitmachen, Slackline-Balance-übungen, Kräftemessen beim Bungee- Run und zur Erfrischung alkoholfreie Cocktails der Sportjugend.

Ministerin Löhrmann: "Mit unserer Kooperation zwischen Land und Zivilgesellschaft sollen die neu zugewanderten Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei ihrer persönlichen Entwicklung unterstützt werden. Uns alle eint das Ziel, ihnen umfassende Bildungsangebote und Ausbildungsperspektiven zu eröffnen. Das Projekt begleitet sie dabei, sich in ihrer neuen Heimat zu orientieren und eigene Ziele zu entwickeln. Besonders freut mich, dass hier in Dortmund eine so gute Kooperation zwischen den Berufskollegs im Sinne der individuellen Förderung der jungen Menschen existiert."

Prof. Dr. Rita Süssmuth stellt fest: "Wir müssen zugewanderten Jugendlichen, insbesondere denen ohne Eltern, so früh wie möglich Zugänge in unsere Gesellschaft öffnen. Sie bringen reiche Potenziale mit und hoffen auf unsere Unterstützung, um in Deutschland ein neues Leben zu beginnen mit schulischer und beruflicher Ausbildung. Erfolgreiche Integration gelingt über Sprache, Bildung und Arbeit, und das wichtigste ist menschliche Wärme. Das Projekt ´angekommen in deiner Stadt Dortmund` leistet einen bemerkenswerten Beitrag zur Betreuung von jungen Flüchtlingen und ist ein hervorragendes Bindeglied in unser Gemeinwesen. Ihr Engagement kann Vorbild sein."

"Gerade in Dortmund ist uns die Begleitung von neu aus dem Ausland zugereisten Kindern und Jugendlichen ein wichtiges Anliegen. Deshalb freue ich mich, mit dem Projekt ein gutes Schul- und Bildungsangebot für die Zielgruppe der 16- bis 25-Jährigen aufbauen und etablieren zu können", so Bürgermeisterin Birgit Jörder.

"Wir vergessen oft: Wer es als Flüchtling bis hierher geschafft hat, der hat gelernt, sich zu behaupten. Migranten bringen viel Mut mit und den starken Willen, sich ein besseres Leben aufzubauen", sagt Stiftungsvorstand Thielen. "Es reicht nicht aus, diese jungen Menschen zu verwalten und ihnen mit Toleranz zu begegnen. Wir müssen uns aktiv kümmern, damit aus Flüchtlingen Mitmenschen werden, die hier eine Heimat finden. Das hat auch die Stadt Dortmund erkannt. Integration kann nur gelingen, wenn die Neuankömmlinge Zukunftsperspektiven entwickeln können.

Die Walter Blüchert Stiftung wird mit ihren Fördermitteln dazu beitragen, dass junge Flüchtlinge in Dortmund mehr Chancen auf Bildung erhalten. Denn wir sind überzeugt: Individuelle Begleitung auf dem Weg in unser Schul- und Ausbildungssystem leistet den wichtigsten Beitrag zur Integration und kommt nicht nur den jungen Menschen, sondern letztlich unserer Gesellschaft insgesamt zugute."

www.an-ge-kommen.de


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