Bayerische Kunstförderpreise in der Sparte Bildende Kunst an Axel Gercke, Annegret Hoch, Alfred Kurz, Stefan Wischnewski und Thorsten Franck

Die mit je 5.000 € dotierten Bayerischen Kunstförderpreise gehen in diesem Jahr in der Sparte Bildende Kunst an Axel Gercke, Annegret Hoch, Alfred Kurz, Stefan Wischnewski und Thorsten Franck. Dies gab Kunstminister Thomas Goppel am Mittwoch bekannt. "Der Bayerische Kunstförderpreis ist Anerkennung für das bisher Geleistete und soll zugleich Ansporn und Unterstützung in ideeller und materieller Hinsicht für den eingeschlagenen künstlerischen Werdegang der jungen Preisträger sein", betonte Goppel. "Die in diesem Jahr ausgewählten Preisträger zeigen die große Qualität sowie die beeindruckende Bandbreite und Vielfalt von künstlerischen Ausdrucksformen und Positionen, die die junge Bildende Kunst in Bayern auszeichnen."

05.09.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Der aus Erlangen stammende und dort lebende 28-jährige Axel Gercke studierte an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und an der Kunstakademie Krakau Malerei. Seine gegenständlichen Bilder enthalten Alltagsmotive, die er in traditioneller Weise mit lebhaftem Colorit und großem Detailreichtum darstellt. Dabei findet er sehr originelle Lösungen, die eine selbstbewusste künstlerische Haltung ausdrücken.

Annegret Hoch wurde 1969 in Cham geboren. Sie studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München, der Academia di Brera, dem College of Art and Design London und dem Virginia Center for the Creative Arts, USA. Ihre ungegenständliche Malerei untersucht die Wirkung von Farbe und Raum, wobei eine kräftige Farbigkeit und eine lineare, zeichnerische Pinselschrift charakteristisch für ihren Malstil sind. Thematisch geht es in ihren Bildern um Ornamente und verwandte Ordnungssysteme. Neben raumfüllenden Installationen hat sie Wandmalereien geschaffen, die architektonische Gegebenheiten des Raumes einbeziehen.

Der 35-jährige Bildhauer Alfred Kurz stammt aus Landshut. Nach Abitur und Ausbildung zum Schlosser und Konstruktionsmechaniker studierte er Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München und in Granada/Spanien. Seine Objekte bildet er aus den Materialien Holz, Eisen, Stuckgips, Polyester, Kartonagen und Goldfolien, ja selbst Pneumatikzylinder und Staubsaugermotoren. Im Sinne eines erweiterten Begriffs der Bildhauerei setzt er zudem Lichtspiele ein. Kurz ist mit einer Reihe von Ausstellungsbeteiligungen hervorgetreten. So hat er z.B. ein 6 m hohes aus Rigipsplatten gestapeltes Kartenhaus in die "White Box" im Kunstpark Ost in München eingebaut.

Stefan Wischnewski wurde 1974 in Neumünster geboren. Er studierte Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München und war Stipendiat an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Wischnewski fertigte aus Kunststoff, Zeltplanen oder Camping-Utensilien flexible Installationen, die er als dynamische Interventionen außerhalb konventioneller Kunstzonen im öffentlichen Straßenraum oder z.B. am Ostseestrand verstanden wissen will. Seine Themen betreffen z.B. die Freizeitgesellschaft (Tourismus) oder Architekturmotive.

Im Spezialfach "Möbeldesign" wird Thorsten Franck ausgezeichnet. Franck wurde 1970 in Hamburg geboren. Nach Tischlerlehre und Drechslerausbildung studierte er an der Fachhochschule für angewandte Kunst und Wissenschaft Hildesheim sowie am Royal College of Art in London. Den von Franck entworfenen Möbeln für den Alltag kommt eine eigene Qualität zu, die durch Präzision und Mobilität bestimmt wird. Sie sind stabil und leicht und reagieren auf ihre Umgebung. Auf- und Abbau gelingen in Windeseile, was Stadtnomaden besonders schätzen.

Der Bayerische Kunstförderpreis soll junge, begabte Künstler unterstützen. Die Preisträger müssen über eine außergewöhnliche Begabung verfügen und durch hervorragende Leistungen hervorgetreten sein. Kunstminister Goppel wird alle Bayerischen Kunstförderpreise, die auch an Künstler in den Sparten Musik, Darstellende Kunst und Literatur verliehen werden, am 21. November 2007 in der Münchner Residenz überreichen.


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