Hamburg

Brücken bauen und Übergänge schaffen

Hamburg ist zurzeit Gastgeber der zweitägigen internationalen Bildungskonferenz "Baltic Sea Conference on Education", die mit rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Ostseeanrainerstaaten im Rahmen der Deutschen Ostseeratspräsidentschaft 2011/2012 stattfindet. Das Thema der Konferenz "From Education to Employment: Optimising Transition Management" ist die Verbesserung der Übergänge junger Menschen von der Schule in die Berufsausbildung beziehungsweise ins Studium.

01.06.2012 Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)

In ihrer Eröffnungsrede betonte Hamburgs Zweite Bürgermeisterin, Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt die Schlüsselfunktion, die dem Bildungssektor für die Entwicklung der Ostseeregion zukommt: "Dem Ostseerat ist es gelungen, mit seinem makroregionalen Kurs eine Brücke zwischen Ost und West zu schlagen. Davon profitieren wir alle politisch, wirtschaftlich und auch kulturell. Insbesondere Bildung baut Brücken. Brücken in die Zukunft, in andere Länder, zu mehr Chancengerechtigkeit, zu mehr Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit sowie nicht zuletzt Brücken für den interkulturellen Dialog – und damit für eine friedliche, stabile und sozial gerechte Entwicklung unserer gesamten Region."

Die Staaten des Ostseeraums eint das zentrale Ziel, die Jugendarbeitslosigkeit zu senken. Um die Perspektive junger Menschen verbessern zu können, müssen Strukturen geschaffen werden, die allen Jugendlichen einen zügigen Zugang zu geeigneten Bildungsgängen ermöglichen. Das Strategiekonzept "Europa 2020" gibt für den Bereich Bildung zwei weitere wichtige Ziele vor. Erstens, die Quote der Schulabbrecher soll auf unter 10 Prozent gedrückt werden. Zweitens, der Anteil der 30- bis 40-Jährigen, die über einen Hochschulabschluss verfügen, soll auf über 40 Prozent gesteigert werden. Hamburg koordiniert diesen Bereich "Bildung und Jugend" im Aktionsplan der Europäischen Union zur Ostseestrategie.

"Die zukünftige globale Konkurrenzfähigkeit der Region hängt von guter Bildung ab. Und diese braucht eine gesteigerte Mobilität in allen Bildungsbereichen", erklärt der Generaldirektor des Ostseerates Jan Lundin. "Aus der Perspektive des Ostseerates sollten Kooperationen zur Transnationalen Mobilität nicht nur auf Mitgliedsstaaten der Europäischen Union beschränkt bleiben. Neben Programmen zur Mobilität von jungen Menschen in der Schule, an der Universität und in der Berufsausbildung benötigen wir insbesondere mehr Austausch und Kooperationen zwischen den Bildungseinrichtungen. Wir müssen voneinander lernen und in diesem Sinne begrüße ich die Bildungskonferenz in Hamburg"

Die Baltic Sea Conference on Education ist eine wichtige Plattform, um sich über innovative Maßnahmen auszutauschen, die zur Behebung der drängenden Probleme in den Teilnehmerländern beitragen können. Dazu gehört eine verbesserte Durchlässigkeit zwischen akademischer und beruflicher Ausbildung. Und dazu gehören vergleichbare Standards sowie anrechenbare Ausbildungsinhalte oder Module, die grenzübergreifende individuelle Karriereplanungen verbessern.


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