Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Wien unterzeichnen Kooperationsvereinbarung im Bildungsbereich
Die amtsführende Präsidentin des Stadtschulrates für Wien, Dr. Susanne Brandsteidl, und Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsminister Henry Tesch haben heute eine Kooperationsvereinbarung über die zukünftige Zusammenarbeit im Bildungsbereich zwischen dem Bundesland Wien der Republik Österreich und Mecklenburg-Vorpommern abgeschlossen.
18.01.2008 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-VorpommernDarin vereinbaren beide Seiten eine Kooperation zum gegenseitigen Vorteil mit folgenden Schwerpunkten:
- regelmäßiger Informationsaustausch
- Zusammenarbeit in bi- und multilateralen Projekten mit der Zielsetzung der
- Entwicklung eines europäischen Bewusstseins,
- Förderung des Fremdsprachenunterrichts,
- Intensivierung interkultureller Bildung,
- Förderung des Unternehmergeistes,
- Entwicklung von Mobilität im europäischen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt,
- Umsetzung des gemeinsam im INTERREG IIIC - Projekt EdGATE konzipierten European Regional College (ERC),
- Austausch von Erfahrungen bei der Umsetzung von Kooperationen mit Nachbarregionen im grenzüberschreitenden Kontext,
- Aufbau eines Netzwerkes von Institutionen und deren Repräsentanten.
Bildungsminister Henry Tesch: "Wir sehen in dieser intensiven Zusammenarbeit eine Möglichkeit, den europäischen Gedanken umzusetzen und wollen uns damit den Herausforderungen des europäischen Prozesses im Bildungssystem stellen."
Diese Vereinbarung stellt eine Fortsetzung der Zusammenarbeit beider Regionen nach dem Abschluss des europäischen Bildungsprojekts EdGATE dar und soll die Kooperation im Bildungsbereich weiter vertiefen und dauerhaft regeln - ein Thema, das Dr. Susanne Brandsteidl am Vormittag auch mit Ministerpräsident Harald Ringstorff erörtert hat.
Das Bundesland Wien hatte die Federführung bei der Umsetzung des Projektes EdGATE, an dem sich 9 europäische Staaten mit dem Ziel beteiligt haben, den Austausch und die Zusammenarbeit von wirtschaftlich sehr unterschiedlich entwickelten Regionen in Europa zu fördern. Dabei suchten Experten nach Antworten auf wichtige Fragen von Bildung und Erziehung in Verbindung mit der wirtschaftlichen Entwicklung der beteiligten Regionen. Die Arbeit mündete in einem Konzept für ein "European Regional Collage".
Mecklenburg-Vorpommern hat sich dabei insbesondere als federführendes Mitglied der Arbeitsgruppe zur Verringerung der Zahl von Schulabbrechern ("Unqualified School Leavers") profiliert. Besondere Beachtung fanden dabei u.a. die Ergebnisse im Umgang mit dem "Produktiven Lernen" in Mecklenburg-Vorpommern.
Eine Präsentation des Projektes EdGATE, seiner Ergebnisse und eine Vorschau auf neue geplante Aktivitäten ist im Foyer des Bildungsministeriums noch bis Mitte Februar zu sehen.
Mehr zu EdGATE auch unter www.edgate.eu.com oder www.bildung-mv.de
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