Tag des Buches

Das Sparbuch sollte nicht das einzige Buch in Familien sein

"Das Sparbuch darf das Lieblingsbuch bleiben, sollte aber nicht das einzig vorhandene Buch in einer Familie sein", sagt Gerhard Brand, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg, vor dem Welttag des Buches am Samstag. Kinder sollten schon sehr früh von Eltern oder nahen Verwandten an die Welt der Bücher herangeführt und möglichst für diese begeistert werden; denn Lesen sei das A und O in der Schule und Grundlage für den Bildungserfolges eines jeden Schülers.

20.04.2011 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

"Lesen lernt man ausschließlich durch Lesen. Wie ein Sportler regelmäßig trai­niert, um leistungsfähig zu werden und zu bleiben, muss auch die tägliche Dosis Text, das kontinuierliche Lesetraining eine Selbstverständlichkeit sein", unter­streicht Gerhard Brand zum Tag des Buches. Vor sechzehn Jahren wurde dieser Tag auf Antrag Spaniens von der Unesco auf den 23. April gelegt, den Todestag von Cervantes und Shakespeare.

"Leseförderung muss ganz früh beginnen, lange bevor das Kind ein Schulhaus betritt", sagt der VBE-Chef. Wenn es gut laufe, werde die Liebe zum Buch nicht erst von Lehrern, sondern schon ganz früh von vielen dem Kind nahe stehenden Personen geweckt. Eltern, Großeltern, ältere Geschwister oder Verwandte kön­nen Kleinkinder, wenn sie ihnen Geschichten vorlesen, auf eine sehr angenehme Art und Weise an die geheimnisvolle Welt der Buchstaben heranführen und sie für altersentsprechende Bücher begeistern.

Lehrer, die sich trotz Stoffdruckes bewusst die Zeit nehmen, im Unterricht vorzulesen, "verführen" Schüler, sich Bücher aus Bibliotheken auszuleihen, sich die Lektüre zu besonderen Anlässen wie Geburtstag, Weihnachten, Ostern zu wünschen und dann selber nach- oder weiter zu lesen. Die Vorbildfunktion von Eltern und Lehrern ist bei der Leseförderung nicht zu unterschätzen. Kinder se­hen sehr wohl, ob sich Erwachsene aus Zeitungen oder Büchern Informationen beschaffen, ob Lesen als unterhaltsam und entspannend empfunden oder ledig­lich als Plage angesehen wird; denn auch im Zeitalter von Internet, Fernsehen und interaktiven Programmen am PC bleibt Lesen d i e Grundvoraussetzung allen Lernens. Das bevorstehende Osterfest ist wieder ein guter Anlass, Kindern ein lustiges oder spannendes Buch zu schenken und ihnen vielleicht über die Feiertage daraus vorzulesen.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden