DFB setzt Selbstverpflichtungen im Nationalen Integrationsplan um

"Der Deutsche Fußball-Bund ist Vorreiter bei der Integration. Er hat seine innerhalb des Nationalen Integrationsplans abgegebenen Selbstverpflichtungen komplett erfüllt."

26.11.2009 Pressemeldung Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Das erklärte Staatsministerin Maria Böhmer bei einem gemeinsamen Pressegespräch im Bundeskanzleramt mit DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger. "Mit seinem großen Engagement leistet der DFB einen wertvollen Beitrag für ein gutes Zusammenleben in unserem Land", betonte Maria Böhmer. "Spitzenspieler wie Mesut Özil und Jerome Boateng sind Brückenbauer und wie die DFB-Integrationsbotschafter wichtige Vorbilder für Migranten: Wer sich anstrengt, kann den sozialen Aufstieg schaffen. Zugleich bringt der DFB Integration in die Fläche. Ge-rade in den Vereinen vor Ort kann jeder Einzelne - Einheimische und Migranten gleichermaßen - mit Offenheit und Verständnis für den Anderen zu einem guten Miteinander beitragen. Der DFB hat es auf den Punkt gebracht: "Integration fängt bei mir an". Für unsere Integrationspolitik wird Fußball auch künftig eine wichtige Rolle spielen. Denn er bringt wie keine andere Sportart Menschen einander näher, er ist gelebter Teamgeist, Fair Play und gegenseitige Wertschätzung. Dabei setze ich auch weiter auf den DFB als starken und verlässlichen Partner", so die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung. DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger erklärte: "Gerade der Fußball beweist täglich, wie respektvoll Menschen mit Migrationshintergrund, Deutsche und Ausländer zusammen leben und Sport treiben können. Der Fußball ist gelebte Integration, gerade auch bei unseren 26.000 Vereinen und im Alltag der Ligen. Der DFB wird weiterhin einen positiven Beitrag zur Integration in unserem Land leisten", so Dr. Theo Zwanziger.

Insgesamt war der DFB im Rahmen des Nationalen Integrationsplans zehn Selbstverpflichtungen eingegangen, die vollständig erfüllt wurden. Der DFB hatte sich u.a. dazu verpflichtet, die Ausbildung zum Trainer mit C-Lizenz um ein Modul Integration zu erweitern, Integrationsziele im Fußball-Entwicklungsplan aufzunehmen, einen jährlichen Integrationspreis zu verleihen und auf Ebene der DFB-Landesverbände weitere Beauftragte zu berufen.

Die zehn Selbstverpflichtungen des DFB im Nationalen Integrationsplan sind:

  1. Entwicklung eines Schulungsmoduls Integration/Interkulturelle Kompetenz
  2. Aufbau eines DFB-Netzwerkes "Integration" zur Vernetzung und ggf. Koordinierung lokaler/regionaler Integrationsprojekte im Fußball
  3. Förderung des Modellprojekts "Am Ball bleiben - Fußball gegen Rassismus und Diskriminierung"
  4. Durchführung einer Projektwoche an Berliner Schule zum Thema "Gewaltprävention und Integration" im Rahmen des deutsch-französischen Schüler-Länderspiels im Mai 2007
  5. Unterstützung und Gewinnung weiterer Sportverbände für die Plakatkampagne der Bundesregierung "Forum Integration. Wir machen mit."
  6. Berufung weiterer ehrenamtlicher Integrationsbeaufragter
  7. Einrichtung einer Expertenkommission "Integration" zur gezielten Projektentwicklung und Maßnahmenumsetzung
  8. Verabschiedung eines Fußball-Entwicklungsplans, in dem u.a. Integrationsziele und damit verbundene Maßnahmen festgelegt werden
  9. Jährliche Auslobung eines Integrationspreises für Projekte/Maßnahmen innerhalb der DFB-Strukturen sowie von Schulen und externen Projektpartnern
  10. Förderung eines Modellprojekts zur sozialen Integration von Mädchen durch Fußball

Im Anschluss an das Treffen des DFB-Präsidenten und der Integrationsbeuftragten fand eine Sitzung der Jury des DFB- und Mercedes-Benz-Integrationspreises im Bundeskanzleramt statt. Die Jury, der auch Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff angehört, gab am Donnerstag-nachmittag die nominierten Vereine, Schulen und Projekte bekannt. Der mit 150.000 Euro in Geld- und Sachwerten dotierte Preis wird im Frühjahr 2010 im Rahmen eines Frauen-Länderspiels verliehen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.integrationsbeauftragte.de oder unter www.dfb.de, dort im Bereich "Soziales Engagement/Integration".


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