Für eine einfache und verständliche Sprache

Zu der Konferenz über verständliche und bürgernahe Sprache erklärt die Sprecherin der Arbeitsgruppe Petitionen der SPD-Bundestagsfraktion Gabriele Lösekrug-Möller:

24.03.2009 Pressemeldung Sozialdemokratische Partei Deutschlands

Wenn sich Menschen mit einer Petition, Frage oder Bitte an das Parlament wenden, muss großer Wert darauf gelegt werden, dass die Antworten bürgernah formuliert werden, damit sie von den Menschen verstanden werden.

Eine einfache und verständliche Sprache ist eine Qualität, die oftmals unterschätzt wird. Nähe zu den Menschen erreichen wir auch über Sprache. Sprache ist wiederum das Werkzeug der Politik. Wir wollen mit unserer Politik alle Menschen erreichen: die Wortgewandten, die bildungsfernen Mitbürger, selbstverständlich auch Menschen mit Behinderungen und diejenigen, die unsere Sprache erst erlernen, um in Deutschland zu leben.

Wie ist die Qualität der Verständlichkeit und Einfachheit zu sichern? Wie lässt sich "Fachchinesisch" übersetzen? Was können Abgeordnete für die Verständlichkeit der Sprache tun?

In der Konferenz "Kurz und gut - vom Behördendeutsch zur bürgernahen Sprache" haben wir mit Experten über den Zusammenhang von Verständlichkeit und Vertrauen diskutiert. Wir erörterten Möglichkeiten und Grenzen der sprachlichen Überarbeitung von Gesetzen. Wir werden uns in unserer Arbeit im Petitionsausschuss für verständliche Sprache noch stärker einsetzen, damit aus "Augengläsern" einfach "Brillen" werden und aus "fernmündlich" "telefonisch" wird: Wir streben weitgehende Verständlichkeit an. Für uns ist verständliche Sprache wichtiger Bestandteil des Bürokratieabbaus.

Wir wollen keine Sprachpolitik, wir wollen, dass die Menschen sagen: Die SPD spricht unsere Sprache. Deswegen bleiben wir nah an diesem Thema.


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