GEW: "Akademiker werden wieder bestraft"
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die von der Bundesregierung geplante 45er-Ausnahmeregelung bei der Rente mit 67 Jahren kritisiert.
14.12.2006 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft"Wer das Risiko einer längeren Ausbildung auf sich nimmt, wird erneut bestraft: Menschen mit Hochschulabschluss haben keine Chance, 45 Rentenversicherungsjahre zu erreichen. Sie müssen in jedem Fall bis zum 67. Lebensjahr arbeiten", erklärte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne am Donnerstag in Frankfurt a. M.. "Dabei braucht Deutschland mehr hoch qualifizierte Menschen. Im internationalen Vergleich hat die Bundesrepublik schon jetzt zu wenige Hochschulabsolventen." Er erinnerte daran, dass die rot-grüne Regierung mit Unionszustimmung die Anerkennung von Ausbildungszeiten in Schule und Hochschule in der Rentenversicherung gestrichen hatte.
"Noch können sich Eltern und Schüler den 66-jährigen Sportlehrer oder die 66-jährige Grundschullehrerin nicht vorstellen. Das wird sich nach dem Willen der Bundesregierung bald ändern", sagte Thöne. "Der Lehrberuf ist ein Verschleißjob. Wir brauchen den Aufbau eines guten Arbeits- und Gesundheitsschutzsystems." Zu altersgerechten Arbeitsbedingungen im Bildungsbereich gehöre, die in den meisten Bundesländern abgeschaffte Altersermäßigung bei der Arbeitszeit wieder konsequent auszubauen und von Anfang an gesunde Lehr- und Lernbedingungen zu schaffen.
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