Grundsteinlegung für Textil- und Industriemuseum tim in Augsburg

Der Grundstein für den Neubau des Augsburger Textil- und Industriemuseums "tim" ist gelegt. "Mit dem ´tim´ werden Stadt, Region und Land um ein kulturelles Aushängeschild reicher sein", erklärte Kunstminister Thomas Goppel am Montag bei der feierlichen Grundsteinlegung in Augsburg.

30.07.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Dass es gelungen ist, das textil- und industriegeschichtliche Museum umzusetzen, hänge nicht zuletzt mit dem überzeugenden Museumskonzept zusammen, so der Minister. "Das ´tim´ dokumentiert ein Stück Zeitgeschichte", betonte Goppel. Für den Besucher besonders eindrucksvoll seien die Textilmaschinen, mit deren Hilfe die Welt der Textilproduktion anschaulich und hautnah vorgeführt werde. In Zusammenarbeit mit Technik-, Design- und Modeschulen könnten die Maschinen sogar der Ausbildung dienen. Die Tradition der bayerischen Textilindustrie und das kreative Schaffen würden damit wieder vereint.

Augsburg war über Jahrhunderte hinweg eine Textilmetropole europäischen Ranges. Ab dem Jahr 1836 wurden hier die ersten großen Textilfabriken gegründet. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte dann mit der Stadtbachspinnerei, der Zwirnerei und Nähgarnfabrik Göggingen oder der Spinnerei und Weberei Kottern bei Kempten, die als eine der modernsten Spinnwebereien Ingenieure aus der ganzen Welt anlockte, in der Region ein regelrechter Gründungsboom. Die schwäbische Textilindustrie hat damit die frühe Industrialisierung Bayerns wesentlich mitgeprägt.


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