Heister-Neumann: "Kenntnisse über Verbrechen des DDR-Regimes fest im Unterricht verankern"

Die Niedersächsische Kultusministerin hat das in dieser Woche verabschiedete Grundsatzpapier des CDU-Bundesvorstands begrüßt, in dem eine intensivere Auseinandersetzung mit der DDR-Geschichte gefordert wird. "Die Aufarbeitung des Unrechts in der ehemaligen DDR bleibt eine wichtige Aufgabe für unseren Rechtsstaat. In Niedersachsen werden wir uns auch weiter dafür einsetzen, Kenntnisse über Verbrechen des DDR-Regimes fest im schulischen Unterricht zu verankern. Dazu zählen auch vertieftes Wissen über die SED-Geschichte und über Widerstandsbewegungen sowie eine regelmäßige Aktualisierung der Inhalte anhand neuer Forschungsergebnisse", sagte Elisabeth Heister-Neumann.

18.09.2008 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

Die Kultusministerin wies darauf hin, dass Niedersachsen in die 322. Kultusministerkonferenz (KMK) im Juni den Tagesordnungspunkt "SED-Geschichte in Wissenschaft und Unterricht" eingebracht hatte. Die KMK hatte sich einstimmig dafür ausgesprochen,

  • dass eine intensivere Auseinandersetzung mit der DDR-Vergangenheit im schulischen Unterricht notwendig ist, um einer Verharmlosung des Unrechts in der ehemaligen DDR entgegenzuwirken.
  • dass eine systematische historische Aufarbeitung der von der Zentralen Beweis- und Dokumentationsstelle in Salzgitter zusammengestellten Unterlagen eine gute Grundlage für die Weiterentwicklung des schulischen Unterrichts zum DDR-Unrecht darstellt.
  • dass die Länder die Ergebnisse der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Unterlagen der Zentralen Beweismittel- und Dokumentationsstelle in die weitere Entwicklung der Lehrpläne, der Unterrichtsmaterialien sowie der Lehreraus- und -weiterbildung einfließen lassen werden.

Ergänzt hatte das Anliegen Niedersachsens ein Beschlussvorschlag Brandenburgs, dem die KMK ebenfalls einstimmig gefolgt war. Darin heißt es, dass die Kultusministerkonferenz eine Auseinandersetzung mit der Geschichte und Funktionsweise des DDR-Regimes in den einschlägigen Fächern aller Schularten des Sekundärbereichs für unabdingbar hält. Die KMK bat ferner das Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung, die Länder zu einem Austausch einzuladen mit dem Ziel, die Rahmenlehrpläne und Darstellungen in den Schulbüchern mit den Ergebnissen aktueller Forschungen zur Geschichte der DDR und der deutsch-deutschen Geschichte zu vergleichen und Vorschläge zur Weiterentwicklung zu unterbreiten.


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