Studie

Informationskompetenz in Zeiten von Fake News und Desinformation

Die Bedeutung von Informationskompetenz ist in Zeiten von Fake News und Desinformation aktueller denn je. In einer Studie befasst sich ein Forschungsteam der Universität Hildesheim mit der Frage, wie Informationskompetenz gefördert werden kann.

02.08.2021 Bundesweit Pressemeldung Stiftung Universität Hildesheim
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Das Thema der Informationskompetenz ist vor allem im Hinblick auf das Auftreten von Fake News, Desinformation und Manipulationen sowie der Verschiebung gesellschaftlicher Diskussionen in den digitalen Raum von großer Bedeutung.

In einer Online-Befragung im Rahmen des Projekts „Informationskompetenz und Demokratie“ erhebt ein Forschungsteam der Universität Hildesheim, welche Probleme und Bedarfe Bürgerinnen und Bürger in Bezug auf Informationskompetenz sehen und wie Informationskompetenz gefördert werden kann. Untersucht wird zum Beispiel, wie Bürgerinnen und Bürger die Fähigkeit zum kritischen Denken einschätzen, wie sie sich Zugang zu Informationen beschaffen, wie sie Informationen suchen und welche Ressourcen sie zum Beispiel bei der Suche nach Informationen nutzen (etwa Bibliothek, Blogs, Internetforen, Experten, Verwandte und Bekannte, soziale Medien).

Das Thema der Informationskompetenz ist vor allem im Hinblick auf das Auftreten von Fake News, Desinformation und Manipulationen sowie der Verschiebung gesellschaftlicher Diskussionen in den digitalen Raum von großer Bedeutung.

„In der Studie möchten wir erfahren, welche Berührungspunkte Menschen unterschiedlicher Zielgruppen mit dem Thema Informationskompetenz haben, welche Probleme sie wahrnehmen und welche Bedarfe sich daraus für die zukünftige Förderung ergeben“, so Daphné Çetta, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie.

Das Forschungsteam um Prof. Dr. Joachim Griesbaum, Prof. Dr. Thomas Mandl, Prof. Dr. Elke Montanari und Daphné Çetta aus dem Institut Informationswissenschaft und Sprachtechnologie und dem Institut für deutsche Sprache und Literatur der Universität Hildesheim erhebt im Zuge der Studie die Wahrnehmung, Probleme und Bedarfe der Zivilgesellschaft in Bezug auf Informationskompetenz und ihre Förderung.

Bislang ist Informationskompetenz gerade in Deutschland eher als Nischenthema zu betrachten und auf der Ebene von (wissenschaftlichen) Bibliotheken verortet. Inhaltlich fokussiert sich das Thema meist auf die Schulung von Kenntnissen zur kompetenten Durchführung von fachlichen Recherchen. In Anbetracht dessen und vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Relevanz von Informationskompetenz in einer durch neue Technologien geprägten Umwelt möchte das Forschungsteam das Thema stärker in der Öffentlichkeit positionieren und von verschieden Standpunkten aus betrachten.

Insbesondere in Zeiten von Fake News und Desinformation ist das Thema Informationskompetenz aktueller denn je.


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