"Israelitische Kultusgemeinde im Herzen Münchens ein Glücksfall"

Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle traf heute in der Münchner Hauptsynagoge Ohel Jakob die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde in München und Oberbayern, Charlotte Knobloch. Mit dem Besuch des Gotteshauses wollte Minister Spaenle die Bedeutung der Religion für die Gesellschaft herausstellen. "Die Religion vermittelt ihren Gläubigen Werte, gibt Ihnen Hoffnung und Sinn und ist nicht zuletzt als Mahner für den Frieden und die Wahrung der Menschenrechte in unserer Gesellschaft unverzichtbar", so der Minister.

08.12.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Gemeinsam mit Präsidentin Knobloch ist es Minister Spaenle, selbst promovierter Historiker, ein Kernanliegen, auch die dunklen Seiten der deutschen Geschichte nicht zu vergessen, sondern intensiv an der Aufarbeitung der Geschichte des Dritten Reichs zu arbeiten. "Wir dürfen das Buch der Geschichte aber nicht mit dem Jahr 1945 zuschlagen, sondern müssen auch kritisch Entwicklungen der Gegenwart betrachten."

Die Pflege der Beziehungen zwischen Staat und Religionsgemeinschaften gehört zu den zentralen Aufgaben des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus. "Die sichtbare Präsenz der Israelitischen Kultusgemeinde im Herzen der Landeshauptstadt ist ein großer Beweis des Vertrauens der Israelitischen Kultusgemeinde gegenüber dem Freistaat und der Bundesrepublik Deutschland", so der Staatsminister.

Mit seinem Besuch in der Synagoge, die im November 2006 eröffnet worden war, setzt Kultusminister Spaenle die Reihe seiner Besuche von Gotteshäusern fort, um gleich zu Beginn seiner Amtszeit zu dokumentieren, welch große Bedeutung er den Glaubensgemeinschaften beimisst.

In nächster Zeit ist der Besuch einer muslimischen Gemeinde geplant.


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