Jugendschutz einhalten
Zur Entscheidung der Kaufhauskette Galeria Kaufhof, Computerspiele und Videofilme ohne Jugendfreigabe aus dem Sortiment zu nehmen, erklärt der zuständige Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion Jürgen Kucharczyk:
24.03.2009 Pressemeldung Sozialdemokratische Partei DeutschlandsWir begrüßen und unterstützen die Entscheidung von Kaufhof. Diesem Beispiel sollten andere Kaufhäuser und Videotheken folgen.
Gewaltlastige Freizeitangebote für Konsole und PC, in denen der User einen aktiven Part übernimmt, sind nicht etwa gute Reaktionstester oder Konzentrationsförderer: Sie führen im schlimmsten Fall dazu, den Bezug zur Realität zu verlieren.
Der deutsche Jugendschutz ist vorbildlich. Wir haben das Jugendschutzgesetz in dieser Legislaturperiode sinnvoll ergänzt. Es sind also nicht die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die uns fehlen, sondern die Umsetzung in den Kommunen.
Wie auch die Finanzkrise zeigt, regelt der Markt nicht alles im Interesse der Gesellschaft. Unsere Gesellschaft muss ethische Diskussionen zulassen, welche Produkte auf dem Markt - auch für Kinder und Jugendliche - frei zugänglich sind.
Kinder und Jugendliche sind keine kleinen Erwachsenen. Dementsprechend müssen wir den Zugang zu für sie noch nicht freigegebenen Spielen stärker kontrollieren.
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