Kultusdelegation mit guten Ergebnissen aus Frankreich zurück

Mit konkreten Vereinbarungen auf kulturellem und bildungspolitischem Gebiet ist eine Delegation unter Leitung von Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz von ihrer Frankreichreise zurückgekehrt. Vom 17. bis 20. September besuchten Vertreter der Stiftung Bauhaus, des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie, der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein Halle und der Kunststiftung Sachsen-Anhalt die französische Partnerregion Centre. "Durch die persönlichen Begegnungen entwickelt sich die Partnerschaft zu einer freundschaftlichen Beziehung, die auch für die Bevölkerung beider Länder spürbar und erlebbar sein wird", freute sich Minister Olbertz im Ergebnis der Reise.

21.09.2007 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

"Tandem" ist das französische Schlagwort für die Beziehungen, die zwischen Einrichtungen beider Länder verabredet wurden. Für die Park- und Gartenlandschaft Chaumont-sur-Loire mit seiner dazugehörigen Schlossanlage wurden gemeinsame Programme mit dem DessauWörlitzer Gartenreich und dem Netzwerk "Gartenträume" angeregt, die nun in Sachsen-Anhalt vorbereitet werden. An Kunstprojekten in Schloss und Park will sich auch die Burg Giebichenstein beteiligen.

Die Kunststiftung Sachsen-Anhalt hat Verbindung zur der Agentur "Kultur in Centre" (Culture O Centre) aufgenommen und für 2008 einen Austausch von Stipendiaten sowie die Wechselbeteiligung an Ausstellungen vereinbart.

Die Stiftung Bauhaus Dessau gestaltet und koordiniert 2008 die in Orleans stattfindende Ausstellung "ArchiLab" zum Thema "Stadt im europäischen Kontext". Außerdem soll es 2009 zum Thema "Stadt" eine gemeinsame Ausstellung mit Europaschulen in Sachsen-Anhalt geben.

Minister Olbertz begrüßte besonders die Verhandlungsergebnisse auf dem Gebiet der Bildung. Gemeinsam mit dem Rektor der Academie Orléans-Tours, Prof. Dr. Ali Bencheneb, hat er eine Rahmenvereinbarung unterschrieben. Darin ist vorgesehen, dass die Bildung von Partnerschaften zwischen bilingualen Grundschulen in Sachsen-Anhalt und Schulen in der Region Centre aktiv unterstützt wird. Unter diesem Aspekt wollen beide Länder auf dem Gebiet der sprachlichen Aus- und Fortbildung von Lehrkräften für Deutsch und Französisch zusammenarbeiten. Auch Partnerschaften zwischen berufsbildenden Schulen sollen durch Lehrer-Schüleraustausch, Förderung des Fremdsprachenunterrichts und gegenseitige Bereitstellung von Praktikumsplätzen unterstützt werden. Ein erstes Projekt wird der Austausch von Auszubildenden im Hotel- und Gastronomiebereich sein. "Gerade auf dieser Wegstrecke", so Olbertz, "werden die deutsch-französischen Tandems richtungsweisend sein."

Die Partnerschaft zwischen Sachsen-Anhalt und der französischen Region Centre existiert seit 2004. Beide ähneln sich in ihrer Infrastruktur und stehen als alte Kulturlandschaften mit einem reichen Erbe an historischen Gärten, Schlössern und Domen vor ähnlichen Aufgaben.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden