Land fördert Gemeindezentrum der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover
Einen Zuwendungsbescheid über 700.000 Euro hat der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute (28.08.2007) in Hannover der Vorsitzenden der Stiftung Liberales Judentum Hannover, Ingrid Wettberg, übergeben. "Indem wir den Bau des Gemeindezentrums der Liberalen Jüdischen Gemeinde mit einer Synagoge und einer Kindertagesstätte unterstützen, kommen wir einer besonderen Verpflichtung gegenüber unseren Mitbürgern jüdischen Glaubens nach", sagte Busemann.
28.08.2007 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches KultusministeriumHintergrund: Die Stiftung Liberales Judentum Hannover hatte Grundstück und Gebäude der ehemaligen evangelischen Gustav-Adolf-Kirchengemeinde in Hannover-Leinhausen erworben und beabsichtigt den Umbau und eine Sanierung entsprechend der neuen Nutzung. Die Gesamtkosten werden auf rund 3,2 Millionen Euro beziffert. Die Stiftung hatte beim Niedersächsischen Kultusministerium einen Antrag auf Förderung gestellt, der positiv beschieden werden konnte, nachdem der Niedersächsische Landtag mit der Unterstützung der Koalitionsfraktionen im Nachtragshaushalt Mittel bereitgestellt hatte. Insgesamt gewährt das Land eine Förderung von 1 Million Euro für zwei Teilprojekte. Weitere Zuwendungsgeber haben bereits Zusagen erteilt. Die Stiftung selbst sichert die Restfinanzierung aus Eigenmitteln.
"Wir haben sehr um dieses Projekt gekämpft und dabei auch Rückschläge erleiden müssen. Jetzt sind wir sehr froh, dass wir unser Vorhaben mit gesicherter Finanzierung realisieren können", freute sich Ingrid Wettberg. "Über Jahrhunderte war jüdisches Leben, jüdische Musik und jüdische Kultur fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Deutschland. Das Land Niedersachsen will nicht abseits stehen, wenn nun die jüdischen Gemeinden wieder wachsen und ihre kulturelle Funktion mit neuem Leben erfüllt wird", so Busemann abschließend.
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