Landesregierung setzt auf Bildungsabbau
"Die Vorschläge der Landesregierung sind unsozial und bildungsfeindlich. Der Bildungsabbau trifft Kindertagesstätten, Schulen und Universitäten. Sie alle fallen unter die Sense der Streichungspolitik. Auf diese Weise verspielt die Landesregierung die Zukunftschancen unseres Landes", sagte Matthias Heidn, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Mittwoch, 26,5,2010 zu den Streichungsplänen der Landesregierung. "Mit dem landesweiten Streik der Lehrerinnen und Lehrer am 3. Juni werden wir ein Signal gegen Arbeitszeitverlängerung und Bildungsabbau setzen."
26.05.2010 Pressemeldung GEW Schleswig-HolsteinAuf heftige Ablehnung bei der GEW stoßen unter anderem:
- die Arbeitszeitverlängerung für Lehrkräfte
- die Streichung von rund 4000 Lehrerstellen
- die Streichung des beitragsfreien Kita-Jahres
- der Abbau von Studiengängen an der Universität Flensburg
- die Streichung der kostenfreien Schülerbeförderung
"Wer soll denn in Zukunft die Schulden des Landes zurückzahlen, wenn unsere Kinder keine vernünftige Ausbildung erhalten? Ein Vorgehen nach dem Motto "Haushalt saniert – Bildung ruiniert" kann doch nicht die Lösung sein", so der GEW-Landesvorsitzende. Er forderte die Landesregierung auf, sich auf der Bundesebene für eine bessere Bildungsfinanzierung stark zu machen: "Ein verantwortungsbewusster Ministerpräsident würde sich beim Bildungsgipfel am 10. Juni gegenüber der Bundeskanzlerin für höhere Steuereinnahmen zugunsten der Bildung einsetzen, anstatt im eigenen Land den Bildungsbereich kaputt zu sparen."
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