"Lebens- und Medienkompetenz eng verzahnt"

"Wer heute das Thema ,digitale Medien' umgehen möchte, nimmt die Lebenswirklichkeit unserer Kinder und Jugendlichen nicht wahr", so Kultusstaatssekretär Sibler am heutigen Freitag am Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU) in Grünwald bei einer Veranstaltung der Medieninitiative 2008 für bayerische Schulen.

19.06.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Initiative soll Chancen und Risiken der digitalen Welt darstellen

Nach Deggendorf ist mit München ein oberbayerischer Austragungsort für die Medieninitiative des Bayerischen Kultusministeriums an der Reihe, für die Sibler die Schirmherrschaft übernommen hat. Ziel der Veranstaltung ist es vor allem, die Lehrkräfte, Schulleiter und Multiplikatoren aus dem Medienbereich über die Chancen, aber auch die Risiken der digitalen Welt auf den neusten Stand zu bringen. "Wir müssen offensiv und fachkundig mit dem Thema umgehen", so Sibler. "Nur wenn wir unsere Schülerinnen und Schüler an einen kompetenten Umgang mit den Medienwelten heranführen, haben sie die Möglichkeit, diese auch bewusst und reflektiert für sich zu nützen und sich nicht im Mediennetz zu verstricken. Die heutige Veranstaltung bietet den Lehrkräften neuste Informationen und Anregungen zur Medienarbeit."

Die Initiative, die vier Regionaltagungen umfasst, begleitet die Verantwortlichen auch an den Schulen bei der täglichen Arbeit mit modernen Medien. "Bayern hat ein bundesweit einzigartiges Netzwerk an kompetenten Medienfachleuten aufgebaut, die Lehrer und Eltern in ihrer medienpädagogischen Arbeit tatkräftig unterstützen", betont Sibler. Dazu gehören die rund 100 medienpädagogisch-informationstechnischen Berater, die Landesbeauftragten für den Computereinsatz im Unterricht, die Mitarbeiter der kommunalen Medienzentren und das Medieninstitut der Länder.

Medienkompetenz als vierte Kulturtechnik ernst nehmen

Angesichts der zum Teil problematischen Entwicklungen im Mediengebrauch wie dem gewaltverherrlichenden "Happy Slapping" oder einer Form des "Mobbing durch Cyberbullying" forderte Sibler: "Medienkompetenz ist die vierte Kulturtechnik neben dem Lesen, Schreiben und Rechnen. Wir müssen hier pädagogisch mit der rasanten technischen Entwicklung Schritt halten, gleichzeitig aber auch für einen konsequenten Jugendmedienschutz an den Schulen sorgen."

Die Ergebnisse der insgesamt vier Regionaltagungen werden im Internet-Portal "Medieninfo Bayern" zur weiteren Information zur Verfügung gestellt.


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