"Leipzig liest": Europas größtes Lesefest mit rund 1.900 Veranstaltungen, 1.500 Autoren und 300 Spielstätten

Als fester Bestandteil der Leipziger Buchmesse wird in diesem Jahr bereits zum 17. Mal Europas größtes Lesefest "Leipzig liest" stattfinden. Im Mittelpunkt stehen die junge deutsche Literatur und die Literatur aus Mittel- und Osteuropa. Zur Buchmesse 2008 locken 1.900 Veranstaltungen mit 1.500 mitwirkenden Autoren das begeisterte Lesepublikum in die Stadt und auf das Messegelände.

14.02.2008 Pressemeldung Leipziger Buchmesse

Durch die Vielzahl an außergewöhnlichen und besonders reizvollen Leseorten wird neben dem Messegelände die gesamte Stadt zu einer großen Lesebühne. Veranstaltet wird das Lesefest von der Leipziger Messe in Zusammenarbeit mit ihren Partnern der Stadt Leipzig, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V., dem Mitteldeutschen Rundfunk, dem Club Bertelsmann, dem Kuratorium "Haus des Buches" e.V. Leipzig sowie den an der Messe beteiligten Verlagen.

"Wir haben das Profil der literarischen Buchmesse mit Reihen wie der 'Langen Leipziger Lesenacht', 'Prosa-Prognosen' oder der Verleihung des 'Preises der Leipziger Buchmesse' in den vergangenen Jahren geschärft", so Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse. "Mit dem diesjährigen Programm haben wir unseren Anspruch bestärkt, die wichtigste Autorenmesse im deutschsprachigen Raum zu sein."
Rund 150 Buchpremieren wird man in Leipzig feiern.

Zahlreiche Prominente werden erwartet

Die Autoren prägen das Fest "Leipzig liest" entscheidend mit. Zahlreiche bekannte Schriftsteller, Politiker und Schauspieler haben in den vergangenen Jahren ihre Werke einem begeisterten Publikum vorgestellt. Die Liste der bekannten Namen bei "Leipzig liest" wird auch 2008 fortgeschrieben: Martin Walser, Elke Heidenreich, Thomas Brussig, Götz Aly, Katja Lange-Müller, Clemens Meyer, Ken Follett, Jan Philipp Reemtsma, Josef Haslinger und Andrea Maria Schenkel.

Außerdem können sich die Messesucher auf prominente Gäste wie Jürgen Trittin, Ulrich Noethen, Mathieu Carriere, Bruce Darnell, Michel Friedman, Eva Hermann, Hellmuth Karasek, Alice Schwarzer, Charlotte Roche, Helge Schneider, Heiner Brand und Claudia Roth freuen.

Zu den international bekannten Namen zählen unter anderem Rafael Chirbes (Spanien), Slavenka Drakulic (Kroatien), Roman Simic (Kroatien), László Végel (Ungarn), Feridun Zaimoglu (Türkei), Igor Šticks (Kroatien) und Attila Bartis (Ungarn).

"Leipzig liest" mit über 300 Spielstätten

Das Unverwechselbare an "Leipzig liest" sind die zahlreichen - oft sehr ungewöhnlichen - Lese-Orte. Leipzig liest überall: In Kneipen, Buchhandlungen, Museen, Kirchen, Galerien, in Friseursalons, im Landgericht und sogar auf dem Friedhof. Insgesamt sind es über 300 Spielstätten, die an den vier Märztagen dem Lesefest seinen besonderen Charakter verleihen.

"Leipzig hört": 120 Aussteller und rund 100 Veranstaltungen

Vor mittlerweile neun Jahren führte die Leipziger Buchmesse den Themenschwerpunkt "Hörbuch" ein. "Mit über 120 Ausstellern, rund 100 Veranstaltungen und einer Präsentation aller ARD-Hörfunkanstalten ist und bleibt die Leipziger Buchmesse der wichtigste Branchen-Treffpunkt für die nationalen Hörbuchverlage", führt Buchmesse-Direktor Oliver Zille aus. "Leipzig hört" nicht nur auf der Messe, sondern auch in der Innenstadt. Zu den "Hörbuchnächten in der Alten Handelsbörse" kommen Fans bei spannenden Lesungen auch am Abend auf ihre Kosten. Zuhören lassen sich dabei zum Beispiel Julia Franck, Peter Sodann, Thomas Brussig Felicitas Hoppe und Anna Thalbach. Unterstützt und mitgestaltet wird diese Reihe von MDR Figaro und dem Nachrichtenmagazin Focus.

Schon zur Tradition geworden ist die "ARD-Radionacht der Hörbücher" am Messe-Freitag, die im MDR-Klangkörper-Domizil am Augustusplatz stattfindet. Bei der mittlerweile achten Radionacht werden unter anderem Carl Otto Conrady und Sophie Rois erwartet.

"Leipzig liest" kroatisch

Die nachhaltige Vernetzung der mittel- und osteuropäischen Literaturen mit dem deutschsprachigen Buch- und gleichzeitig weltweit größtem Übersetzungsmarkt ist eines der Hauptanliegen der Leipziger Buchmesse. Ein besonderes Augenmerk gilt deshalb auch Einführung und Etablierung junger ausländischer Autoren im deutschsprachigen Markt.

Im kommenden Frühjahr wird sich das Land Kroatien mit einer Schwerpunktpräsentation auf der Messe darstellen. "Unser wichtigstes Ziel ist es, eine deutlich erhöhte Aufmerksamkeit auf die kroatische Literaturlandschaft zu lenken", erklärt Oliver Zille. "In dem insgesamt auf drei Jahre angelegten Projekt wird daran gearbeitet, die kroatische Literatur und ihre interessantesten Autoren auf dem deutschen Buchmarkt stärker bekannt zu machen und nachhaltig zu verbreiten." Angeregt werden soll ein offener Diskurs zur Rolle der kroatischen Literatur als Bestandteil der europäischen Kulturlandschaft und ihrer besonderen Mittlerrolle in der Region. Bestehende Stereotype sollen abgebaut und eingeengte politische Sichtweisen aufgebrochen werden. "Mit Hilfe der Literatur wird es möglich sein, ein differenziertes und lebendiges Bild des gegenwärtigen Kroatiens zu zeichnen", ergänzt Zille.

"Leipzig liest" international: Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung, Autorenspecial, European Borderlands

Zahlreiche Veranstaltungen unterstützen auch den Austausch der verschiedenen mittel- und osteuropäischen Kulturen: Im Forum "Leipzig liest International", im Forum "Kleine Sprachen - Große Literaturen" auf dem Messegelände und bei den "Leipzig liest" - Abendveranstaltungen in der ganzen Stadt.

Seit 1994 verleihen die Stadt Leipzig, das Land Sachsen und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Die Preisverleihung findet alljährlich im März am Eröffnungsabend der Leipziger Buchmesse statt. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt Persönlichkeiten, die sich in publizistischer Form um das gegenseitige Verständnis in Europa, vor allem aber mit den Ländern Mittel- und Osteuropas, verdient gemacht haben. In diesem Jahr erhält ihn der niederländische Sachbuchautor Geert Mak.

Eine bereits seit Jahren etablierte Veranstaltung ist auch das "Autorenspecial". Es schlägt mit den Mitteln der Literatur eine besondere Brücke zwischen Ost und West und thematisiert dabei Probleme des Zusammenlebens im geeinten Europa. Auf der diesjährigen Buchmesse präsentieren Autoren aus Rumänien, Spanien, Polen, Serbien, Kroatien und Deutschland ihre Essays zum Thema "Stadteinsichten - Akzeptanz und Aggression in der urbanen Gesellschaft".

Im Rahmen des Festivals "European Borderlands" sind 16 Autoren im Juni 2007 gemeinsam durch Rumänien in die Republik Moldau gereist. Einige der Autoren werden auf der diesjährigen Buchmesse über ihre individuellen Grenzerfahrungen berichten. Zu ihnen gehören Attila Bartis, György Dragoman, Nicoleta Esinencu und Tanja Dückers.

Im Jahr 2008 präsentiert sich das Forum "Kleine Sprachen - große Literaturen" zum sechsten Mal auf der Leipziger Buchmesse. 20 Autoren aus 18 europäischen Ländern, die sich zu Hause schon einen Namen gemacht haben, in Deutschland aber noch wenig bekannt sind, mit Lesungen und Gesprächen zur europäischen Lesereihe beitragen. Des Weiteren präsentiert die Übersetzerwerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin (LCB) seine Stipendiaten.

Die Leipziger Buchmesse wird auf diese Weise zu einem Ort des Dialogs und der Begegnungen in einem Europa, in dem interessanten Autorinnen und Autoren aus kleineren Ländern häufig der Zugang zu den Büchermärkten erschwert ist.

Die junge Literatur zeigt sich in Leipzig

Bereits zum dritten Mal avanciert der historische Studentenclub Moritzbastei während der "Langen Leipziger Lesenacht" (kurz L3) zur großen Bühne für junge Literatur. Erwartet werden rund 40 deutschsprachige Autorinnen und Autoren. Auf den vier Bühnen lesen unter anderem Clemens Meyer, Thomas Pletzinger, Lucy Fricke, Thomas Podhostnik und Jenny Erpenbeck. Im Anschluss wird wie gewohnt in den Katakomben der Moritzbastei bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

Ebenfalls zum dritten Mal zeigen sich auf einer eigenen Leseinsel eine Vielzahl von Independent-Verlagen ("Leseinsel Junger Verlage"). Neben blumenbar, kookbooks, Matthes & Seitz, sind der Verbrecher Verlag, Kato, Luftschacht, Voland & Quist, mairisch, Oktara, Peter Kirchheim und poetenladen bei dem Gemeinschaftsprojekt dabei. In diesem Jahr wird es erstmals eine gemeinschaftliche "Party der Jungen Verlage" am Messe-Freitag geben. Ab 22.00 Uhr sind alle eingeladen, in den Leipziger Felsenkeller zu kommen.

Während der vielfältigen Veranstaltungen sind zahlreiche junge Autoren mit großem Potenzial und überraschenden Themen zu erleben. Nicht nur das Publikum sondern auch Verleger begeben sich in der Messestadt auf die Suche nach den Bestsellern von morgen. Gemeinsam mit dem Literarischen Colloquium Berlin bietet die Leipziger Buchmesse in der Reihe "Prosa Prognosen" hoffnungsvollen Debütanten ein Podium für ihre Werke.

Die Leipziger Antiquariatsmesse und die "buch + art" - Kunst rund um das Buch - vervollständigen das Angebot der Leipziger Buchmesse im Frühjahr 2008.

Ansprechpartner

Leipziger Buchmesse
Messe-Allee 1
04356 Leipzig
Web: http://www.buchmesse-leipzig.de

Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden