Bundesregierung

Mehr Geld für Bildung und Forschung

Zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts wollen Bund, Länder und Wirtschaft in Bildung und Forschung investieren. Nach den neuesten Daten des Statistischen Bundesamtes ist dieses Ziel in greifbare Nähe gerückt.

16.06.2011 Pressemeldung Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Das Statistische Bundesamt hat jetzt die Bildungs- und Forschungsausgaben für das Jahr 2009 berechnet. Danach investierten Bund, Länder, Wirtschaft und private Haushalte in Deutschland insgesamt 224 Milliarden Euro in Bildung und Forschung. Das sind 9,8 Milliarden oder 4,6 Prozent mehr als 2008.

Kurs fortsetzen

Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, sagte zu diesen Zahlen: "Trotz Wirtschafts- und Finanzkrise haben wir in Deutschland an der richtigen Stelle investiert. Diesen Kurs müssen wir jetzt auch in Zeiten des Wachstums weiter fortsetzen."

Mit 125,7 Milliarden Euro entfiel der größte Teil der Ausgaben auf die Erstausbildung in Kindergärten, Schulen und Hochschulen sowie auf die duale Ausbildung. Die Ausgaben für Bildungsförderung und die Käufe der privaten Haushalte von Bildungsgütern betrugen 18,3 Milliarden Euro.

Für Forschung und Entwicklung wandten Unternehmen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen 55,2 Milliarden Euro auf, während die Ausgaben für die Bildungs- und Wissenschaftsinfrastruktur 5,1 Milliarden Euro betrugen.

Zehn-Prozent-Ziel in greifbarer Nähe

Die enormen Zuwächse, die vor allem auf gesteigerte Investitionen der öffentlichen Hand zurückgehen, wirken sich auch auf den Anteil von Bildung und Forschung am Bruttoinlandsprodukt (BIP) aus: Er ist zwischen 2008 und 2009 von 8,6 Prozent auf 9,3 Prozent gestiegen. Damit liegt das Zehn-Prozent-Ziel im Jahr 2015, auf das sich die Regierungschefs von Bund und Ländern im Oktober 2008 beim Dresdner Bildungsgipfel verständigt haben, in greifbarer Nähe.

Am stärksten stiegen die Bildungsausgaben: von 6,2 Prozent auf 6,8 Prozent am BIP. Der Bund investierte zusätzlich vor allem in den Hochschulpakt für mehr Studienplätze, den Qualitätspakt Lehre, die BAföG-Erhöhung und das Deutschlandstipendium. Ebenfalls mehr Geld floss in die berufliche Bildung und die Förderung benachteiligter Kinder und Jugendlicher.

Schavan forderte, dass das Geld, das durch den Rückgang der Schülerzahlen frei wird, im Bildungssystem bleiben muss.

Aber auch die Forschung profitiert in hohem Umfang: Die Mittel aus der Exzellenzinitiative und dem Hochschulpakt kommen der Forschung an Hochschulen zugute. Ebenso sind die institutionellen Zuwendungen an die großen außeruniversitären Forschungseinrichtungen und die Deutsche Forschungsgemeinschaft gestiegen.


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