Minister Schneider: "Bayern steht zu seinen Pflichten den Kirchen gegenüber"

"Deutlicher lässt sich die Unkenntnis der Rechtslage und die völlige Missachtung der kulturellen Wurzeln der Menschen im Freistaat Bayern nicht mehr präsentieren", so Kultusminister Siegfried Schneider zu den Plänen von GRÜNEN-Fraktionschef Duerr. Duerr hatte erklärt, das Konkordat sei nicht mehr zeitgemäß; der Freistaat solle sein Verhältnis zu den Kirchen auf den Prüfstand stellen.

25.08.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Die Kirchen übernehmen zahlreiche Aufgaben zum Beispiel auch im sozialen Bereich, von denen alle Bürgerinnen und Bürger im Freistaat profitieren können - auch dann, wenn sie nicht Mitglied der Kirche sind", betonte der Kultusminister. Es sei daher "ohne jeden Zweifel", dass auch 200 Jahre nach der Säkularisation Staatsleistungen an die Kirchen rechtmäßig sind und mit der Verfassung in Einklang stehen.

Über ihr großes soziales Engagement hinaus engagieren sich die Kirchen aber auch in vielen anderen Bereichen wie zum Beispiel dem Denkmalschutz. "Das Landschaftsbild unserer bayerischen Heimat ist stark geprägt von den vielen gut erhaltenen Kirchen und Klöstern und zahlreichen anderen Errungenschaften, die wir unserer abendländisch-christlichen Prägung verdanken. Wer sich hier aus der Verantwortung stehlen will, zerstört kulturelle Wurzeln und das Heimatgefühl, das Bayern so einzigartig macht."

Im Bayerischen Konkordat von 1924 und in einem vergleichbaren Vertrag mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche ist festgelegt, welche Leistungen der Staat konkret zu erbringen hat.
Minister Schneider: "Ich sehe nicht den geringsten Grund, das Konkordat und das bewaehrte Verhältnis zwischen Staat und Kirche in Bayern in Frage zu stellen."
Die GRUENEN zeigen, so der Minister, mit ihrer Forderung einmal mehr ihre kirchenkämpferische Grundhaltung und ihre Unkenntnis der geschichtlichen Zusammenhänge. Ihre heutige Forderung fuege sich nahtlos in die lange Reihe von Vorstößen, die strotzen vor falsch verstandener "Neutralität" und Ignoranz. Begonnen hätten die Aktionen 1995, als die GRÜNEN religiöse Symbole aus den Klassenzimmern verbannen wollten. 2001 sollte dann unter dem Deckmantel "Integration" der Religionsunterricht den Status des Pflichtfaches verlieren. Demgegenüber wollten die GRÜNEN islamische Feiertage als geschützte Feiertage in das bayerische Feiertagsgesetz einfügen.

"Mit christlich-abendländischen Bildungs- und Kulturwerten hat das alles nichts mehr zu tun", so das Fazit von Kultusminister Schneider.


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