Studentenwerk

"Nagelprobe für die Bildungsrepublik Deutschland"

Als eine "Nagelprobe für die viel beschworene ´Bildungsrepublik Deutschland`" bezeichnet Prof. Dr. Rolf Dobischat, der Präsident des Deutschen Studentenwerks, den dritten so genannten Bildungsgipfel von Bund und Ländern, der heute in Berlin stattfindet. "Es ist ein Finanzgipfel, Bund und Länder streiten um Geld", sagt Dobischat, "das muss in der Krise vielleicht so sein."

10.06.2010 Pressemeldung Deutsches Studierendenwerk

Dobischat weiter: "Aber wenn jetzt ein dritter Bildungsgipfel ohne verbindliche Vereinbarungen bliebe, wenn Bund und Länder ihrer gesamtstaatlichen Verantwortung für die Bildung nicht nachkommen und das gemeinsame Ziel aufgeben, bis 2015 10% des Brutto-Inlandprodukts für Bildung und Forschung auszugeben – dann wäre das ein Desaster. Ein Desaster für den Bund, für die Länder, aber erst recht für alle Kita-Kinder, Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten."

"In der Krise bei der Bildung zu sparen heißt, die Krise zu verschärften", warnt Dobischat. "Gerade jetzt muss in die Bildung investiert werden. Bessere Kitas, bessere Schulen und Hochschulen – das ist die beste Krisenbewältigungspolitik. Dieser Erkenntnis kann sich niemand verschließen, vor allem nicht die Länder, die für die Bildung in der Bildungsrepublik Deutschland verantwortlich sind", so Dobischat.

"Drei Bildungsgipfel in drei Jahren: Da muss mehr herauskommen als Absichtserklärungen, Finanzierungs- und Gegenfinanzierungsstreitereien zwischen Bund und Ländern. Bund und Länder müssen sich zum Zehn-Prozent-Ziel verpflichtend bekennen. Oder in Zukunft den Begriff Bildungsrepublik nicht mehr verwenden."


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