Hessen

"Neue Medien machen auch Sinn"

Chancen und Risiken neuer Medien stehen im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Symposium "Neue Medien machen auch Sinn", das im Rahmen der Ausstellung "Neue Medien machen Sinn – Kontext INM: Performative Wissenschaft und Virealität" im Forum Wissenschaft + Kunst stattfindet. Am Dienstag, 12. April, um 19.30 Uhr diskutieren Informationsethiker, Kulturanthropologen, Medienwissenschaftler und Mediengestalter aus Zürich, Linz und Frankfurt im Ministerium (Rheinstr. 23-25, 65185 Wiesbaden.

06.04.2011 Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Große Erwartungen werden in die digitale Informationstechnologie gesetzt. Der Wissenschaft stehen durch die Möglichkeiten des Computers ganz neue Methoden der Zukunftsforschung und -gestaltung zur Verfügung. Das World Wide Web wird als demokratisierendes Medium gesehen. Jeder Bürger kann mit seinen Meinungen und Informationsbedürfnissen an der Gestaltung der Gesellschaft teilnehmen. Spätestens mit dem web 2.0 werden Kanäle für jedermann zugänglich, die vorher ausschließlich Experten und autorisierten Personen vorbehalten waren. Immer häufiger werden Befürchtungen ausgesprochen, dass wir von unserer realen Lebenswelt zunehmend abgekoppelt werden und das Medium zum Selbstzweck geworden ist. Gleichwohl bieten Neue Medien nicht zuletzt auch die Chance, wieder relevante Bedeutung für die Lebenswelt des Menschen zu generieren.

Im Blickpunkt des Symposiums steht die Frage, inwiefern heute der Sinn-Begriff noch oder wieder angemessen ist und welche Strategien es gibt, den Menschen unter Wahrung ihrer Sinnlichkeit, Körperlichkeit und Strukturen mit Neuen Medien zu dienen, ohne sie zu instrumentalisieren.

Es diskutieren:
Prof. Dr. Rafael Capurro, Präsident, International Center for Information Ethics (ICIE), Karlsruhe;
Dr. Hans H. Diebner, Performative Wissenschaft, Institut für Neue Medien (INM), Frankfurt;
Prof. Dr. Manfred Faßler, Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie, Goethe-Universität Frankfurt;
Prof. Dr. Gerd Folkers, Direktor, Collegium Helveticum, Zürich; Gerhard Dirmoser, Diagrammatologie, Linz.

Moderation: Dr. Michael Klein, Direktor, Institut für Neue Medien (INM), Frankfurt.

Vor Beginn des Symposiums führt Dr. Klein um 18 Uhr durch die Ausstellung. Weitere Führungen finden am Samstag, 9. April 2011, um 18.00 Uhr statt sowie am Sonntag, 10. April 2011, zwischen 11 und 16 Uhr. An diesem Tag ist die Medienschau im Rahmen der "Designtage Wiesbaden – Access All Areas 2011" geöffnet und die Kuratoren stehen für Publikumsfragen zur Verfügung. Anmeldungen zu den Führungen sind per E-Mail unter forum-wissenschaft-und-kunst@hmwk.hessen.de möglich.

Die Ausstellung "Neue Medien machen Sinn – Kontext INM: Performative Wissenschaft und Virealität" ist noch bis zum 16. April 2011 mittwochs bis samstags jeweils von 11 bis 18 Uhr im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Rheinstraße 23-25, in Wiesbaden zu sehen.

Der Eintritt für das Symposium kostet vier Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Führungen und Ausstellung sind unentgeltlich. Weitere Informationen unter www.forum-wissenschaft-und-kunst.de und www.inm.de.


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