Nur etwas mehr als ein Drittel der saarländischen Bevölkerung lebt in Familien mit minderjährigen Kindern

Im Jahr 2007 gab es im Saarland 109 000 Familien mit einem oder mehreren minderjährigen Kindern. Nach Angaben des Statistischen Amtes lebten lediglich 37 Prozent der Saarländerinnen und Saarländer in Familien mit Kind(ern) unter 18 Jahren. Einen Anteil von 15 Prozent der Bevölkerung stellten Mitglieder von Familien mit ausschließlich volljährigen Kindern. 48 Prozent der Bevölkerung waren Ehepaare bzw. Lebensgemeinschaften ohne Kinder im Haushalt oder Alleinstehende.

22.07.2008 Saarland Pressemeldung Statistisches Amt Saarland

Die Zahl der Familien geht weiter zurück. Lebten 1997 noch 169 000 Familien mit Kindern ohne Altersbegrenzung im Saarland, ist diese Zahl bis zum Jahr 2007 um 5 Prozent auf 161 000 Familien gesunken. Bei den Familien mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren fiel der Rückgang mit 7 Prozent oder 8 000 Familien auf 109 000 sogar noch stärker aus. Dies zeigen die Ergebnisse des Mikrozensus, einer repräsentativen Haushaltsbefragung, die jährlich bei einem Prozent der Bevölkerung in allen Bundesländern Deutschlands durchgeführt wird. Familien sind nach dem Mikrozensus Eltern-Kind-Gemeinschaften, die gemeinsam in einem Haushalt leben. Darunter fallen Ehepaare, Lebensgemeinschaften und Alleinerziehende mit Kindern ohne Altersbegrenzung. Der Schwerpunkt dieser Darstellung bezieht sich allerdings auf Familien mit minderjährigen Kindern, da diese bei familien- und sozialpolitischen Fragestellungen von besonderer Bedeutung sind.

Während die Zahl der Familien mit minderjährigen Kindern insgesamt zurückgeht, entwickelten sich die Familienformen unterschiedlich. So ist die Zahl der traditionellen Familien (Ehepaare und Kind/er) gesunken und zugleich die Zahl der alternativen Familienverbände, das heißt der Alleinerziehenden und Lebenspartnerschaften mit Kind/ern unter 18 Jahren gestiegen. Im Vergleich zu 1997 wuchs die Zahl der alternativen Familienverbände um 25 Prozent auf 25 000 im Jahr 2007. Gleichzeitig ging die Zahl der traditionellen Familien um 13 Prozent zurück.

Auch wenn sich die Familienstrukturen zunehmend verändern und immer mehr Familien in alternativen Familienformen leben, überwiegt nach wie vor die Bedeutung traditioneller Familien. So waren im Jahr 2007 etwas mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Familien mit minderjährigen Kindern im Saarland Ehepaare mit Kind/ern. Im April 1997 stellte diese Familienform noch einen Anteil von 83 Prozent. Der Anteil der Alleinerziehenden und Lebensgemeinschaften mit minderjährigem Nachwuchs stieg im gleichen Zeitraum von 17 Prozent auf 23 Prozent.


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden