Personalratswahlen in den Schulen

Mit 63,3 Prozent bei den Wahlen zum Schulhauptpersonalrat fand die GEW in Niedersachsen soviel Zuspruch in den Schulen wie noch nie. Bei den Wahlen zu den Schulbezirkspersonalräten erreichte die GEW eine 2/3-Drittel-Mehrheit.

15.04.2008 Niedersachsen Pressemeldung GEW Niedersachsen

Bei den Berufsschulen errang die GEW erstmalig die Mehrheit. Bei den Realschulen baute sie ihre Mehrheit auf 63 Prozent aus. Auch an den Gymnasien konnte die GEW Stimmen gewinnen und verfehlte den zweiten Sitz im Schulhauptpersonalrat nur knapp. In den übrigen Schulformen ist die GEW mit Stimmenanteilen zwischen 70,1 und 86,5 Prozent die bei weitem stärkste Kraft. Den Spitzenwert für die Gesamtschulen verbesserte der GEW-Vorsitzende Eberhard Brandt auf 86,5 Prozent.

"Die große Mehrheit der Lehrerinnen und Lehrer sieht sich durch die Politik der GEW gut vertreten. Auch das Nichtlehrende Schulpersonal hat uns eindeutig sein Vertrauen ausgesprochen", erklärte Eberhard Brandt. "Dieses Ergebnis macht Mut für die vor uns liegenden Auseinandersetzungen."

Die Landesregierung will die im kommenden Schuljahr anstehende Rückzahlung des Arbeitszeitkontos auf das letzte Halbjahr vor der Pension verschieben. "Für junge Kolleginnen und Kollegen bedeutet dies, dass sie 35 Jahre oder sieben Legislaturperioden auf die Entlastung warten sollen, die Ihnen nach geltendem Recht in diesem Jahr zusteht." Die GEW ruft alle Beschäftigten auf, sich gegen diese Unverschämtheit zur Wehr zu setzen.

Einmischung ist auch gefordert, um die Regelungen im neuen Beamtenrecht zu beeinflussen, in denen es z.B. um die Vergütung und das Pensionsalter geht. Die Lehrerinnen und Lehrer erwarten, dass im Jahr 2009 im Tarifvertrag der Länder der Tarifabschluss aus dem Bereich der Kommunen und des Bundes übertragen wird. Die GEW bereitet sich auf einen Arbeitskampf vor.

Für die Mitglieder der Schulpersonalräte, die in den Eigenverantwortlichen Schulen neue Mitbestimmungsaufgaben bekommen haben, hat die GEW Schulungen vorbereitet.

In Personalvertretungen im Kultusministerium, der Landesschulbehörde und im Wissenschaftsministerium konnten GEW und Ver.di ihre Mehrheiten ausbauen.

Ansprechpartner

GEW Niedersachsen

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