Bildungsmonitoring

PISA-Koordination künftig in den Händen des Münchner Bildungsforschers Manfred Prenzel

Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, der derzeit als KMK-Präsident fungiert, hat die Gründung des Zentrums für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) heute in Berlin begrüßt. Dieses wird von den Ländern und dem Bund gemeinsam finanziert. Die Federführung wurde dem Münchner Bildungsforscher Prof. Dr. Manfred Prenzel übertragen.

15.10.2010 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Ich freue mich, dass die PISA-Koordination künftig in den Händen des international anerkannten Münchner Bildungsforschers Professor Prenzel liegt", unterstrich Minister Spaenle. Die Ergebnisse der Studien werden sich positiv auf die Qualität von Schule und Unterricht auswirken und so den Schülerinnen und Schülern zugute kommen. "Von dieser Einrichtung werden wichtige Impulse für die Leistungsfähigkeit des Bildungswesens in den deutschen Ländern ausgehen", so Minister Spaenle.

In dem Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien werden renommierte Bildungsforscher zusammenarbeiten. Sie kommen von der Technischen Universität München (TUM), dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) in Frankfurt und dem Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften in Kiel (IPN). Die Wissenschaftler werden auf nationaler Ebene das Projektmanagement für die Durchführung internationalen Bildungsvergleichsstudien wie zum Beispiel PISA (Programme for International Student Assessment) übernehmen. Die Vereinbarung von Bund und Ländern umfasst auch die Einrichtung von Stiftungsprofessuren und Forschungsvorhaben.

Bayern zentraler Standort der Bildungsforschung

Aus bayerischer Sicht steigert die Ansiedlung der Federführung des Zentrums für internationale Bildungsvergleichsstudien an der Technischen Universität München das Ansehen der bayerischen und fränkischen Hochschulen weiter – die Universität Bamberg wurde 2009 Sitz des Nationalen Bildungspanels. Bayern avanciere damit zu einem zentralen Standort der Bildungsforschung.

Für den bayerischen Kultusminister stellt die Gründung des Zentrums einen deutlichen Beleg dafür dar, dass die deutschen Länder und der Bund gemeinsam Verantwortung für eine Qualitätsverbesserung von Bildung und Forschung übernehmen.


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