Sächsische Wissenschaftsministerin eröffnet Ausstellung "Zug der Erinnerung" in Dresden

Die sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, hat bei ihrer heutigen Eröffnung der Ausstellung zum "Zug der Erinnerung" in Dresden die Menschen im Land aufgerufen, gemeinsam gegen Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus und Gewalt anzugehen und die Erinnerung an die dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte wachzuhalten.

28.04.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Staatsministerin Stange: "Mit Sorge sehe ich, wie die Zeit des Nationalsozialismus von den Rechtsextremisten verharmlost wird, wie antisemitische, ausländerfeindliche und gewaltverherrlichende Parolen durch das Land gehen, gerade hier in Sachsen. Wir alle sind gefordert: Parlament, Polizei, Justiz, aber auch Lehrer und Journalisten – jeder Vater, jede Mutter."

Die Ministerin würdigte in ihrer Rede das Projekt "Zug der Erinnerung" als eindrucksvollen Ausdruck dafür, dass das Erinnern nicht nur von staatlichen Institutionen getragen wird, sondern Menschen selbst aktiv werden, sich an Unfassbares erinnern wollen. "Wir gemeinsam tragen Verantwortung dafür, die Erinnerung an die Verbrechen des NS-Regimes und ihre Opfer wachzuhalten", so die Ministerin weiter.

Der Zug der Erinnerung kommt auf seiner bundesweiten Reise vom 28. bis 30. April nach Dresden und kann dort von 9 bis 19 Uhr auf Gleis 6 in der Halle des Dresdner Hauptbahnhofs besucht werden. In Gedenken an die deportierten jüdischen Kinder und Jugendlichen aus Deutschland, Österreich und anderen Nationen fährt der Zug der Erinnerung seit sechs Monaten durch Deutschland. Der Zug mit seinen zwei Ausstellungswagen verkehrt auf den früheren Deportationsstrecken der Reichsbahn. Stationen sind die Heimatstätten der tausenden jüdischen Kinder und Jugendlichen, die zwischen 1940 und 1944 in die Ghettos und Vernichtungslager deportiert wurden.


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