Sparen bei Bildung: teure Konsequenzen
(red/pm) Den Sparvorschlägen des Hessischen Ministerpräsidenten Koch bei Betreuungsleistungen und der Bildung erteilt die "Expertenkommission Familie der Bertelsmann Stiftung" eine klare Absage. Würden sie realisiert, wäre vielen Frauen und Männern der Weg in eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf zukünftig deutlich erschwert.
19.05.2010 ArtikelBetroffen seien davon letztendlich auch die Unternehmen, die angesichts des Fachkräftemangels nicht länger auf gut ausgebildete Frauen verzichten könnten und wollten. Die Folgekosten unzureichender Bildung durch entgangenes Wirtschaftswachstum könnten sich innerhalb der kommenden achtzig Jahre - der Lebensspanne heute geborener Kinder - auf rund 2,8 Billionen Euro summieren, wie 2009 eine Studie des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung deutlich gemacht hatte.
Mit einem Denken, das den heutigen Entwicklungen nicht mehr gerecht werde seien keine Probleme in der Zukunft lösen, kommentierte die stellvertretende Vorstandsvoritzende der Bertelsmann Stiftung, Liz Mohn die Äußerungen Kochs. "Investitionen nur in Asphalt und Brücken sind nicht mehr zeitgemäß. Eine Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft braucht Investitionen in Bildung und Betreuung", so die ehemalige Bundesfamilienministerin und Kommissionsmitglied Renate Schmidt.
Der Expertenkommission Familie gehören unter dem Vorsitz von Liz Mohn namhafte Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft, wie zum Beispiel die ehemalige Bundesministerin Renate Schmidt und der Vorsitzende des Deutschen Jugendinstitutes, Professor Dr. Rauschenbach an.
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