Hamburg

Start in den Vorbereitungsdienst: Schulsenator Ties Rabe begrüßt 314 neue Referendare

Schulsenator Ties Rabe begrüßte heute am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) 314 neue Referendarinnen und Referendare, die heute in den Vorbereitungsdienst gehen. Die Ausbildung dauert 18 Monate und findet sowohl am LI als auch in den Schulen statt:

01.11.2011 Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)
  • 63 davon für das Lehramt an beruflichen Schulen (davon in den Mangelfächern Elektrotechnik 2 oder Metalltechnik 7),
  • 110 für das Lehramt der Primarstufe und der Sekundarstufe I (davon 6 mit dem Fach Physik, 10 mit Chemie, 6 mit Bildender Kunst, 6 mit Musik, 13 mit dem Fach Englisch),
  • 98 für das Lehramt an Gymnasien (davon 12 mit dem Fach Physik und 6 mit Informatik)
  • 43 für das Lehramt an Sonderschulen (davon 13 mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Erziehung).

Mit 1853 Bewerbungen gab es gegenüber Mai 2011 (1454) eine deutliche Steigerung (+ 21,5 %), zum Vergleichstermin November 2010 einen minimalen Rückgang (1923, - 3,6 %).

Geschlecht: Nur 29,3 % der neu in den Vorbereitungsdienst Eingestellten sind männlich. Der Anteil ist in etwa gleich gering geblieben (Mai 2011 28,6 %, November 2010 30,0 %). Am höchsten ist der Anteil an männlichen Referendaren mit 41,3 % (Mai 2011 42 %, November 2010 41,3) im Lehramt an Beruflichen Schulen, gefolgt vom Lehramt an Gymnasien mit 36,7 % (Mai 2011 33,9 %, November 2010 42,4 %) Im Lehramt an Sonderschulen ist der Anteil männlicher Referendare mit 18,6 % wieder gesunken (Mai 2011 25,8 %, November 2010 19,4 %), während im Lehramt Primarstufe und Sekundarstufe I der Anteil männlicher Referendare mit 20,0 % auf allerdings niedrigem Niveau fast einen Höchststand erreicht hat (Mai 2011 14,7 %, November 2010 15,9 %).

Herkunftsland 1. Staatsexamen/Masterzeugnis: Mit 63,1 % der Eingestellten ist der Anteil der neuen Referendarinnen und Referendare, die das 1. Staatsexamen in Hamburg absolviert haben, erneut leicht gestiegen (Mai 2011 61,8 %, November 2010 60,9 %). 36,9 % der neuen Referendarinnen und Referendare kommen dagegen aus anderen Bundesländern:. Niedersachsen (25,8 %), Nordrhein-Westfalen (10,7 %), Berlin (9,6 %), und Hessen (9,5 %). Für das Lehramt an Sonderschulen mit 55,8 % (Mai 2011 25,8 %, November 2010 32,3 %) ist der Auswärtigenanteil jedoch erheblich gestiegen. Kein Lehramt ist somit "auswärtiger". Dies ist vor allem darin begründet, dass Hamburg mit der Ausbildung zweier sonderpädagogischer Fachrichtungen sehr attraktiv für Bewerberinnen und Bewerber ist.

Alter: Das Durchschnittsalter der neu eingestellten Referendarinnen und Referendare ist mit 30,5 Jahren wieder leicht gesunken (Mai 2011 30,7 %, November 2010 30,3 %), liegt aber immer noch bei über 30 Jahren. Der Anteil derjenigen, die 25 Jahre und jünger sind, ist mit 12,7 % geringfügig gestiegen (Mai 2011 11,5 %, November 2010 14 %), ebenso der Anteil derjenigen, die 40 Jahre und älter sind, der jetzt 8,2 % beträgt (Mai 2011 7,4 %, November 2010 7,8 %).

Leistung: 37,3 % der neu Eingestellten (Mai 2011 35,2 %, November 2010 36,9 %) haben einen Notenmittelwert (NMW) bis einschließlich 1,4. Der Gesamtdurchschnitt ist mit einem NMW von 1,8 gleich geblieben. Die Durchschnittszensuren nach Schulformen sind: Berufliche Schulen 1,8 (2,0), Primarstufe/ Sekundarstufe I 1,8 (1,7), Sonderschulen 1,6 (1,6), Gymnasien 1,7 (1,7).

Quereinstieg: Der Anteil der Referendarinnen und Referendare, die für Mangelfächer über den Quereinstieg eingestellt wurden, ist mit 3,2 % insgesamt erstmals gesunken (Mai 2011 4,7 %, November 2010 4,8 %).

Migrationshintergrund: Unter den 314 Referendarinnen und Referendaren, die zum November 2011 in den Vorbereitungsdienst eingestellt wurden, sind 69 mit nachgewiesenem Migrationshintergrund (Mai 2011: 75, November 2010: 77). Das ist mit 22,0 % von allen Eingestellten im Vergleich zum Mai 2011 (20,6 %) und November 2010 (20,8 %) ein nochmals gestiegener Anteil von über 20 % und damit der bisherige Höchststand.

Einstellung nach Fächern (Leistung und Wartezeit):

Mangelfächer: Der Anteil derjenigen unter den Eingestellten, die ein Fach studiert haben, für das ein besonderer schulischer Bedarf besteht, ist mit 25,8 % (Mai 2011 24,9 %, November 2010 27,6 %) annähernd stabil. Alle fristgerechten Bewerberinnen und Bewerber mit einer der beruflichen Fachrichtungen Metalltechnik, Elektrotechnik, Kinder- und Jugendhilfe und Chemotechnik haben einen Platz erhalten. Dies gilt auch für alle Bewerberinnen und Bewerber mit einem der Fächer Physik oder Chemie für das Lehramt der Primarstufe und Sekundarstufe I und mit dem Fach Physik für das Lehramt an Gymnasien sowie mit der sonderpädagogischen Fachrichtung Emotionale und Soziale Erziehung.

Einstellung nach Leistung und Wartezeit: "Wartezeit" beinhaltet die Anzahl der Bewerbungen (Erstbewerbung, Wiederbewerbungen), aber auch die anerkannten Zeiten für Kinderbetreuung, Zivildienst, Freiwilliges Soziales Jahr usw. Für das Lehramt an Sonderschulen wurden alle mit 5 Wartezeiten eingestellt, für das Lehramt an beruflichen Schulen alle mit 4 Wartezeiten, für die beiden großen Lehrämter alle mit 7 Wartezeiten. Nach dem Kriterium Leistung wurden neben den Mangelfächlern, die unabhängig von ihrem zweiten Fach eingestellt wurden, in allen Lehrämtern alle Bewerberinnen und Bewerber mit einem Lehramtsabschluss und einem Notenmittelwert (NMW) von 1,0 eingestellt.


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