Symposium "Bildungssysteme der Zukunft" am 3. Juni in München
Wie muss ein Bildungssystem gestaltet sein, das allen Kindern die gleichen Chancen eröffnen kann? Und von welcher Qualität muss die Bildung in einem solchen System sein? Antworten auf diese und weitere Fragen will das Symposium "Bildungssysteme der Zukunft" geben, das am 3. Juni im Alten Rathaus München stattfindet. Fünf Beiträge renommierter Wissenschaftler sowie eine Podiumsdiskussion u.a. mit dem bayerischen Kultusminister Siegfried Schneider stehen auf dem Programm.
27.05.2008 Pressemeldung Didacta Verband e.V. / Verband der BildungswirtschaftMit Spannung erwartet wird dabei u.a. der Vortrag von Professor Rainer H. Lehmann zum Thema "Welchen Reformbedarf begründet die empirische Bildungsforschung?". Professor Lehmann ist Autor der Element-Studie, deren Ergebnisse in den vergangenen Wochen kontrovers diskutiert wurden. Im Auftrag des Berliner Senats hatte er die Lese- und Mathematikleistungen von Grundschülern (rund 93 Prozent der Berliner Schüler besuchen die sechsjährige Grundschule) mit denen von Gymnasiasten (rund sieben Prozent wechseln nach der vierten Klasse an ein grundständiges Gymnasium) in den Klassen 5 und 6 verglichen.
Im Rahmen der didacta 2008 in Stuttgart befragte der Didacta Verband Experten aus Wissenschaft, Erziehung und Wirtschaft dazu, welche Probleme im deutschen Bildungssystem vorrangig einer Lösung bedürfen. Die fehlenden Übergänge zwischen Kindergarten und Vorschule sowie später beim Eintritt in die Sekundarstufe I zählten dabei zu den meistgenannten Antworten. Beim Symposium "Bildungssystem der Zukunft" werden Professor Wassilios E. Fthenakis und Professor Wilfried Bos erläutern, wie diese Übergänge gestaltet sein müssten, um Chancengleichheit zu gewährleisten.
Dringenden Reformbedarf sahen die befragten Experten ebenso beim erreichten Bildungsniveau. So sagte beispielsweise Professor Manfred Prenzel, Leiter des deutschen PISA-Konsortiums: "Einerseits fehlen uns Talente mit ausgezeichneten und vielseitigen Kompetenzen, andererseits müssen wir immer wieder feststellen, dass viele Menschen aufgrund ihres Bildungsstandes schlechte Chancen für eine gesellschaftliche Teilhabe mitbringen. Also lässt auch das durchschnittliche Niveau zu wünschen übrig." Über Qualität im Unterricht sowie in der Lehrerbildung werden in München Professor Andreas Helmke und Professor Bernward Lange sprechen.
Das Symposium im Rahmen der 850-Jahrfeier der Stadt München wird veranstaltet vom Didacta - Verband der Bildungswirtschaft, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Landesverband Bayern, und der Griechischen Akademie. Noch sind Plätze frei. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, um Voranmeldung wird gebeten. Bitte beachten Sie hierzu auch die Informationen im Anhang.
Eine Akkreditierung für Pressevertreter ist nicht erforderlich.
Die o.g. Expertenbefragung steht Ihnen hier zur Verfügung: www.didacta.de
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